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Freiheitsentziehung: Braunschweig-Fans erfolgreich vor Gericht

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 14. Oktober 2015
Quelle: imago

Gut 460 Kilometer Straße liegen zwischen Braunschweig und Nürnberg. 125 Eintracht-Fans legten im Mai 2015 jeden einzelnen Meter davon vergebens zurück. In der Nürnberger Innenstadt nahm die Polizei die Gruppe bis nach Spielende in Gewahrsam. Dagegen setzt sich ein Großteil der Betroffenen nun gerichtlich zur Wehr.

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Die Blau-Gelbe Hilfe hatte schon unmittelbar nach dem Vorfall dem Polizeibericht widersprochen. Die Fans seien demnach in der Innenstadt nicht durch besonders aggressives Verhalten aufgefallen, was alleine schon die geringe Anzahl an Ermittlungsverfahren dokumentiere, die die Polizei eingeleitet habe. Bei den Schlagstöcken und Sturmhauben, die die Beamten bei der Gruppe festgestellt haben wollten, handele es sich lediglich um Fahnenstangen und Halstücher.

Drei Betroffene hatten vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth bereits erfolgreich Beschwerde wegen Freiheitsentziehung eingereicht. Knapp 100 der 122 restlichen Fans haben nun eine kurzfristig angesetzte Frist genutzt, um ebenfalls Beschwerde einzulegen. Aufgrund des identischen Sachverhalts ist die Braunschweiger Fanhilfe zuversichtlich, dass auch die nun nachgereichten Beschwerden erfolgreich sein werden.