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National

Frankfurt-Fans führen DFB auch im letzten Heimspiel vor

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 09. Mai 2016

Nach den Vorfällen beim Derby gegen Darmstadt 98 im vergangenen Dezember hatte das DFB-Sportgericht Eintracht Frankfurt unter anderem mit einem Verbot jeglicher Choreografien bis zum Saisonende belegt. Dass die Fans dieses Urteil herzlich wenig interessiert, zeigten sie auch im letzten Heimspiel der Saison gegen Borussia Dortmund. 

So entrollten die Ultras Frankfurt vor dem Anstoß der Partie in der Nordwestkurve eine – durch das DFB-Urteil explizit verbotene – große Blockfahne mit der Aufschrift „Ultras“ und dem Gründungsjahr der Gruppe. Dazu wedelten die Fans Luftballons und schwenkten Fahnen in den Vereinsfarben:

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Es war nicht das erste Mal, dass die Eintracht-Anhänger die gegen sie verhängte Strafe des Sportgerichts umgingen: Bereits bei den Auswärtsspielen in Köln und Augsburg hatten die Frankfurter Fans gezeigt, dass sie von dem Choreo-Verbot des DFB herzlich wenig halten.

Auf fanzeit-Anfrage gab der Verband bereits im März bekannt, dass der DFB-Kontrollausschuss wegen Verstößen gegen die laufende sportgerichtliche Auflage Verfahren gegen den Eintracht Frankfurt eingeleitet habe. „Über die sportgerichtlichen Folgen aus diesen Verfahren wird der DFB-Kontrollausschuss zu gegebener Zeit entscheiden“, so der DFB weiter.

Gut möglich also, dass das wiederholte Umgehen des Choreo-Verbots ein Nachspiel für die Frankfurter hat. Ob sich die Frankfurter Fans jedoch durch Kollektivstrafen im Sinne des Verbands „bändigen“ lassen, darf angesichts der Reaktionen auf das Darmstadt-Urteil wohl stark bezweifelt werden.