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National

Frankfurt-Fans dürfen nicht zum Derby nach Darmstadt

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 21. Januar 2016
Quelle: imago

Das DFB-Sportgericht hat Eintracht Frankfurt für die Vorfälle beim Derby gegen den SV Darmstadt 98 bestraft. Das Urteil hat es in sich: 

So bestraft der DFB die Eintracht mit zwei Zuschauerausschlüssen. Beim Heimspiel gegen den VfB Stuttgart am 6. Februar (15:30) muss der der Fan-Stehplatzbereich 40 (Westtribüne/Unterrang) leer und geschlossen bleiben. Zudem wird das Derby in Darmstadt am 20. Spieltag ohne Gästefans stattfinden. Den dadurch entstandenen Einnahmeausfall muss Eintracht Frankfurt dem SV Darmstadt ersetzen. Bis Ende der laufenden Saison gilt für die Fans außerdem ein Choreo-Verbot bei Heim- und Auswärtsspielen, auch die Verwendung von Blockfahnen ist verboten.

Darüber hinaus müssen die Frankfurter eine Geldstrafe in Höhe von 75.000 Euro zahlen, wovon der Verein 25.000 Euro für sicherheitstechnische, infrastrukturelle und gewaltpräventive Maßnahmen verwenden kann. Zudem verurteilt der DFB die Frankfurter Eintracht zu einem weiteren Spiel unter teilweisem Ausschluss der Öffentlichkeit auf Bewährung. Das heißt, dass der Ausschluss der Zuschauer nur dann erfolgt, wenn es bis zum 6. Dezember 2016 zu einem schwerwiegenden Wiederholungsfall kommt.

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Vor und während des DFB-Pokalspiels bei Erzgebirge Aue am 27. Oktober 2015 waren im Frankfurter Zuschauerblock vermehrt pyrotechnische Gegenstände angezündet worden.

Schon unmittelbar vor Beginn des Bundesligaspiels gegen Darmstadt 98 am 6. Dezember 2015 war es im Frankfurter Zuschauerblock zu vermehrtem Abbrennen von Pyrotechnik gekommen, was im Schutz größerer Banner, die Teil einer Choreographie waren, geschehen sein soll. Gegen Ende des Spiels brannten im Frankfurter Zuschauerblock zahlreiche Darmstadt-Fanfahnen und Bengalische Feuer, ferner wurde ein Knallkörper auf das Spielfeld geworfen. Daraufhin erfolgte eine etwa zweieinhalbminütige Spielunterbrechung.

Nach Schlusspfiff stiegen mehrere vermummte Personen aus dem Frankfurter Stehplatzbereich in den Innenraumzaun und öffneten von innen die Tore, so dass weitere Zuschauer in den Innenraum eindringen konnten. Daraufhin baute sich eine Polizeikette auf und verhinderte ein weiteres Vordringen.

Der Verein hat dem Urteil bereits zugestimmt, es ist damit rechtskräftig.