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National

Fortuna reagiert mit Stadionverboten auf Prügelei im Block

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 06. Oktober 2014

Fortuna Düsseldorf hat auf die Schlägerei im Fanblock beim gestrigen Auswärtsspiel in Darmstadt reagiert. In einer öffentlichen Stellungnahme kündigte der Verein an, hart durchzugreifen. Gegen die identifizierten Einzeltäter, die als Angreifer identifiziert werden konnten, sollen noch in dieser Woche Stadionverbote verhängt werden.

Auslöser der Auseinandersetzungen soll nach Fanzeit-Informationen gewesen sein, dass Dissidenti-Mitglieder das Tragen eines Pullovers der in rechtsextremen Kreisen populären Marke „Thor Steinar“ beanstandet hatte. Diesen Sachverhalt beschreibt nun auch die Fortuna in ihrer Stellungnahme. Bei der folgenden Auseinandersetzung soll auch ein Vereins-Mitarbeiter verletzt worden sein.

Die Fortuna bedankt sich weiterhin bei den Fans, die in unterschiedlicher Weise Zivilcourage gezeigt haben. Ferner kündigte Vorstandsmitglied Sven Mühlbeck an, auch gegen Personen vorzugehen, die andere bedrohen oder durch angstschürende Handlungen einschüchtern, so zuletzt geschehen beim Auswärtsspiel in Bochum.

„DANKESCHÖN“ FÜR GEZEIGTE ZIVILCOURAGE

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Im Rahmen des Zweitliga-Spiels der Fortuna beim SV Darmstadt 98 am Sonntagmittag ist es zu Fehlverhalten einiger Fans gekommen. Auf der Anreise per Bahn musste die Polizei aufgrund des Abbrennens von Pyrotechnik eingreifen. Im Stadion gab es eine Auseinandersetzung zwischen verschiedenen Fangruppen, die ebenfalls durch Polizeieinsatz unterbunden werden musste. Zu diesen Vorkommnissen nimmt der Verein wie folgt Stellung:

Vor dem Einlass ins Stadion am Böllenfalltor ist es zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung gekommen, nachdem einige Fortuna-Fans bei einer Person das Tragen bestimmter Kleidung, die dem rechtsradikalen Milieu zuzuordnen ist, beanstandet haben. Beim Schlichten wurde ein Fortuna-Mitarbeiter verletzt und musste ärztlich versorgt werden. Ein Gewalttäter konnte dabei identifiziert werden und wird eine Anzeige und ein Hausverbot in der ESPRIT arena erhalten.

In Folge dieser Auseinandersetzung kam es im Block zu einem weiteren Angriff von Einzelpersonen aus dem Hooligan-Umfeld. Hier konnten Einzeltäter bei der Ausübung von körperlicher Gewalt gegen eine andere Fan-Gruppe klar identifiziert werden, gegen welche ebenfalls ein sofortiges Hausverbot in der ESPRIT arena ausgesprochen und ein bundesweites Stadionverbot beantragt wird.

Bei den Vorkommnissen auf der Anreise nach Darmstadt bittet die Fortuna um Mithilfe. Auf der Anreise per Bahn musste die Polizei aufgrund des Abbrennens von Pyrotechnik eingreifen. Um diesen Sachverhalt lückenlos aufzuklären, bittet der Verein um objektive Zeugenaussagen von weiteren Mitreisenden an Fortunas Sicherheitsbeauftragten per Mail an service@f95.de.

Sven Mühlenbeck, Vorstand für Spielbetrieb und Organisation: „Fortuna wird konsequent gegen diejenigen Personen vorgehen, die Mitmenschen durch bedrohende oder angstschürende Handlungen einschüchtern oder gar gewaltsam verletzen. Ein solches Verhalten wird vom Verein nicht toleriert und alle Maßnahmen werden konsequent und nachhaltig durchgesetzt.“

Vorstandsvorsitzender Dirk Kall: „Der Verein bedauert das Fehlverhalten einzelner Anhänger und wird entsprechende Strafen gegen Einzeltäter verhängen und weiter gegen jedwede Form von Gewalt vorgehen. Im konkreten Fall werden noch in dieser Woche Stadionverbote gegen identifizierte Straftäter ausgesprochen. Da man nur gemeinsam diesen Weg gehen kann, bedankt sich der Verein ausdrücklich bei allen Fans, die gestern in unterschiedlichster Art und Weise Zivilcourage gezeigt haben.“