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National

Fortuna-Fan muss in die geschlossene Psychiatrie

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 17. Juni 2015
Quelle: imago

Ein Fortuna-Düsseldorf-Fan ist vom Essener Schwurgericht wegen versuchten Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt worden, das berichtet die WAZ. Der 23-Jährige hatte nach dem Regionalliga-Spiel der Düsseldorfer Reserve bei Rot-Weiss Essen im vergangenen November einen Polizisten am Essener Hauptbahnhof bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt. Nach Verbüßung seiner Haftstrafe soll der Angeklagte für unbestimmte Zeit in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung therapiert werden.

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Das Gericht folgte der Forderung der Staatsanwaltschaft, die das Würgen des Beamten als versuchten Totschlag bewertete. Der Polizist verlor kurzzeitig das Bewusstsein, es bestand Lebensgefahr. Der Verurteilte war bereits mehrfach einschlägig vorbestraft. Einen versuchten Mord, wie von der Nebenklage gefordert, hatte das Gericht in der Tat aber nicht erkennen wollen. Nach seiner Haftstrafe soll der Fortuna-Anhänger sich in Therapie begeben. Ein Gutachter hatte den jungen Mann als vermindert schuldfähig eingestuft.

Mit diesem Urteil allerdings noch nicht genug. Den Täter erwartet ein weiterer Prozess. Bei der „HoGeSa“-Demo in Köln soll er im vergangenen Oktober einen Polizisten angegriffen haben.