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National

Fortuna Düsseldorf kritisiert Polizeieinsatz

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 02. Mai 2016
Quelle: Jeronimo Ort

Vor dem Spiel von Fortuna Düsseldorf beim MSV Duisburg kam es zu massiven Problemen am Einlass zum Gästeblock. Nach den Ultras meldet sich nun auch Fortuna Düsseldorf selbst zu Wort und kritisiert den Polizeieinsatz sowie den zuständigen Einsatzleiter scharf. 

So beklagt die Fortuna ein erhebliches Kommunikationsdefizit aufseiten der Polizei. Der Einsatzleiter habe weder an der obligatorischen Sicherheitsbesprechung teilgenommen, noch sei er am Spieltag selbst erreichbar gewesen. „Wir haben keinerlei Verständnis dafür, dass das Einsatzkonzept der Polizei nicht ausreichend in unsere Richtung kommuniziert wurde“, kritisiert Fortuna Vorstandsvorsitzender Robert Schäfer.

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Diese fehlende Kommunikation und im weiteren Verlauf unterlassene Informationen durch die Polizei an die Fans am Spieltag führten laut Verein schließlich dazu, dass es bei der Einlasskontrolle zu einer Panik unter den Fortuna-Fans kam. „Auf diese Panik reagierte die Polizei nicht deeskalierend, sondern verschärfte die Situation durch die unangemessene Anwendung polizeilicher Mittel wie etwa den Einsatz von Pfefferspray und Wasserwerfern, bei denen mehrere Dutzend Fortuna-Fans zu Schaden gekommen sind“, heißt es in der Stellungnahme auf der Fortuna-Homepage.

Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse hält Fortuna Düsseldorf fest, „dass der veröffentlichte Bericht der Polizei zu den Vorkommnissen rund um das Auswärtsspiel beim MSV Duisburg in weiten Teilen nicht den Tatsachen entspricht.“ Auch Schäfer findet es „enttäuschend, dass die Polizei einseitige Berichte über die Abläufe vorschnell veröffentlicht, ohne sich ein Gesamtbild über die Geschehnisse zu machen.“

„Wir müssen festhalten, dass das unabgestimmte Konzept der Polizei fehlschlagen ist, viele Fortuna-Fans deshalb unverschuldet zu Schaden gekommen sind und sich die Frage nach der Verantwortung des örtlichen Einsatzleiters der Polizei stellt“, bilanziert Schäfer.