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National

Fortuna Düsseldorf kritisiert die Polizei

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 15. Februar 2018
Quelle: Jeronimo Ort

Am 11. März kommt es in Duisburg zum Straßenbahn-Derby zwischen dem MSV und Fortuna Düsseldorf. Zahlreiche Fortuna-Fans haben die Begegnung aufgrund eines umstrittenen Polizeieinsatzes in schlechter Erinnerung. Und auch vor der Neuauflage zeigt sich die Fortuna enttäuscht von der Polizei. 

Im April 2016 war es am Einlass zum Gästeblock des Duisburger Stadions zu massiven Problemen gekommen. Ultras und Verein kritisierten das Vorgehen der Polizei im Nachgang scharf.

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Am Dienstag kam es nun im Hinblick auf das erneute Aufeinandertreffen zu einer Sicherheitsbesprechung, an dem jedoch ausschließlich Vertreter beider Vereine und des ansässigen Ordnungsdienstes teilnahmen. „Trotz des fehlgeschlagenen Einsatzkonzeptes der Polizei Duisburg beim letzten Aufeinandertreffen in der Schauinsland-Reisen-Arena 2016, bei dem Fortuna-Fans teilweise schwer geschädigt wurden, waren Vertreter der Polizeibehörde bei diesem Gespräch nicht anwesend“, kritisiert Fortuna Düsseldorf.

Auch Fortunas Vorstandsvorsitzender Robert Schäfer zeigte sich enttäuscht über die Abwesenheit der Polizei: „Das letzte Aufeinandertreffen in Duisburg hat gezeigt, dass die mangelhafte Kommunikationsbereitschaft und intransparente Einsatzplanung der Polizei zu massiven Schädigungen von Fortuna-Fans geführt hat. Durch die Abwesenheit der Polizeivertreter ist erneut keine Zusammenarbeit auf Augenhöhe gegeben.“

Während des Gesprächs wurde den Düsseldorfern eine Erweiterung des Gästekontingents über die Zehn-Prozent-Regelung hinaus angeboten. Dieses Angebot wird der Verein jedoch nicht annehmen.

„Aufgrund der negativen Erfahrungen aus der letzten Begegnung im April 2016, insbesondere im Hinblick auf die damals durchgeführten polizeilichen Maßnahmen gegenüber Fortuna-Fans an den Einlasskontrollen und den baulichen Begebenheiten vor Ort, ist der Schutz für mehr Besucher über den derzeitigen Gästeeinlassbereich nicht gegeben“, begründet der Verein seine Entscheidung.