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International

„FHRITP!“ – Reporterin stellt Fans zur Rede

Autor: Moritz Gutscher Veröffentlicht: 13. Mai 2015
Quelle: Youtube

„Fuck her right in the pussy!“ – der anzügliche Spruch ist seit langem ein Running Gag im Internet. Weltweit wird die Geduld von TV-Reportern auf die Probe gestellt, weil Passanten die Parole in Mikrofone rufen. Kanada ist da keine Ausnahme.

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Shauna Hunt, Sportreporterin bei CityNews, wollte beim Spiel von MLS-Klub Toronto FC gegen Houston Dynamo zwei Fußballfans interviewen, als sie ein Anhänger mit diesem Spruch unterbrach. Sichtlich genervt, weil sie dies „zehn Mal am Tag“ hören müsse, stellte die Journalistin die (deutlich alkoholisierten) Umstehenden wegen des latent sexistischen Einwurfs zur Rede. Die Kamera filmte dabei weiter.

Doch die Anwesenden können die Empörung überhaupt nicht nachvollziehen und wollen auch nichts von Respektlosigkeit oder Frauenfeindlichkeit wissen. Es sei nun mal „fucking funny“ und in England völlig üblich. Trotzdem ist Trend auch rechtlich nicht unbedenklich. Aus Sicht der Polizei können entsprechende Aussagen zu Platzverweisen oder sogar Festnahmen führen. Auch CityNews-Reporter Adrian Ghobrial bezog nach dem Vorfall deutlich Stellung: „An meine weiblichen Kollegen und weibliche Reporter und Journalisten in ganz Nordamerika, es ist sexuelle Belästigung und es ist widerlich und es muss aufhören.“

Für einen der Fans sind die Konsequenzen fatal. Sein Arbeitgeber, Hydro One, will ihm wegen Verstoßes gegen den Firmenkodex kündigen. „Wir haben uns zu einer Arbeitsumgebung verpflichtet, in der wir Diskriminierung und Belästigung jeglicher Art mit null Toleranz begegnen“, sagte ein Sprecher des Konzerns.