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National

Festnahmen, Böllerwurf und Sachbeschädigungen

Autor: rene.gaengler Veröffentlicht: 11. November 2014
Quelle: imago

Rund um das Zweitliga-Spiel zwischen 1860 München und Fortuna Düsseldorf kam es zu Festnahmen, einem Böllerwurf in den Unterrang und Sachbeschädigungen. Der „Böllerwerfer“ konnte bereits ausfindig gemacht werden, der Verein droht ihm mit Stadionverbot und Regresszahlungen.

Eine Gruppe von etwa 20 Düsseldorf Fans zog in der Nacht von Sonntag auf Montag durch die Münchener Innenstadt und beschädigte auf ihrer Wegstrecke „diverse Gegenstände, insbesondere warfen sie Baustellenbeschilderungen, Dixi-Toiletten und Mülltonnen um, schlugen gegen Scheiben und Fahrzeuge. Des weiteren zündeten sie, entlang der Wegstrecke, pyrotechnische Gegenstände. Im Bereich Sendlinger Tor wurden sechs Personen aus dieser Gruppe von Polizeieinsatzkräften festgenommen. Die Festgenommenen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen“, heißt es im Polizeibericht.

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Ebenfalls vor der Partie seien von einer Gruppe Heimfans Böller in einem Tunnel der U-Bahn-Station am Marienplatz gezündet worden. Durch die U-Bahn-Wache konnten sieben Personen bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden. Bei der anschließenden Durchsuchung sei ein 16-jähriger 1860-Fan vorläufig festgenommen worden, bei ihm wurden Böller gefunden. Die Ermittlungen zur jeweiligen Tatbeteiligung der anderen Personen beziehungsweise die Prüfung der strafrechtlichen Relevanz dauert noch an.

Kurz vor Pausenpfiff wurde ein Böller in die unteren Ränge geworfen, erneut durch einen 1860-Anhänger. Verletzt wurde bei dieser Aktion niemand, der Werfer wurde ebenfalls von der Polizei festgenommen. 1860 München droht dem Täter bereits Konsequenzen an. „Das sind Dinge, die unnötig sind, die die Gesundheit und Sicherheit der anderen Stadionbesucher gefährden. Wir gehen dagegen konsequent vor“, erklärt Geschäftsführer Markus Rejek. Der Böllerwerfer muss mit einem langfristigen Stadionverbot und Regresszahlungen rechnen.

Nach Spielende versammelten sich die Heimultras und zogen gemeinsam in Richtung Ausgang Süd. Laut Polizei trafen sie dort „auf abwandernde Gastfans. Es bahnte sich eine körperliche Auseinandersetzung unter den gegnerischen Fanlagern an. Die Heimultras hatten sich dabei teilweise vermummt. Polizeieinsatzkräfte schoben die beiden Fanlager sofort auseinander und konnten somit eine weitere Eskalation verhindern.“

Bei dieser Auseinandersetzung der beiden Fanlager kam es jedoch zu einer Körperverletzung, außerdem wurden drei Personen festgenommen.

rg