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International

Festnahmen bei schottischem Top-Spiel

Autor: Moritz Gutscher Veröffentlicht: 10. November 2014

Weil sie das kollektive Schweigen vor dem Spiel Aberdeen gegen Celtic gestört hatten, wurden zwei schottische Fußballfans am Wochenende verhaftet.

Im Gedenken an die Opfer des vor 100 Jahren ausgebrochenen Ersten Weltkrieges fand vor Anpfiff eine Schweigeminute statt. Unter anderem sollte den verstorbene Celtic-Spielern gedacht werden. Ein paar der Celtic-Fans durchbrachen die symbolische Ruhe allerdings mit Rufen und Gesängen, obwohl der Rest des Gästeblocks versuchte, sie daran zu hindern.

Die Hintergründe sind allerdings etwas komplizierter: Als Zeichen des Weltkrieg-Gedenkens gilt in Schottland die Mohnblüte, die sogenannte „remembrance poppy“. Celtic trug das Symbol auch vor vier Jahren auf den Trikots, als sie im November ebenfalls gegen Aberdeen antraten. Die Aktion verärgerte jedoch einige Anhänger. Die „Green Brigade“ protestierte damals mit einem Banner gegen den Aufdruck: „Your deeds would shame all the devils in hell. Ireland Iraq Afghanistan. No bloo[d]stained poppy on our hoops.“ („Eure Taten würden alle Teufel der Hölle beschämen. Irland Irak Afghanistan. Keine blutbefleckte Mohnblume auf unseren Hoops.“) Der Brauch ist unter Celtic-Anhängern also nicht unumstritten, viele Sympathien gewann man am Wochenende aber wohl nicht.

Während der Partie verhaftete die schottische Polizei vier Personen, darunter auch zwei der Störer.

moG