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National

„Fehlen euch die Argumente?“

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 06. November 2014
Quelle: imago

Mit Spruchbändern hat sich das Commando Cannstatt beim letzten Heimspiel des VfB Stuttgart gegen den VfL Wolfsburg zu den Ausgliederungsplänen der Vereinsführung positioniert. Auf ihrer Webseite erklären die VfB-Fans die Hintergründe.

„Ausgliederungswahlkampf mit Marketingagentur? Fehlen euch die Argumente? Keine Meinungsmache zur Zukunft unseres Vereins!“ Diese Worte waren auf Spruchbändern in der Cannstatter Kurve während des Bundesligaspiels zwischen dem VfB Stuttgart und dem VfL Wolfsburg zu lesen. Hintergrund des Protests ist offenbar, dass die Vereinsführung des VfB eine Marketingagentur beauftragt hat, die den „Wahlkampf“ für die geplante Ausgliederung der Profifußballmannschaft mitorganisieren und mitgestalten soll. Dies geht aus einem Bericht der Stuttgarter Zeitung hervor.

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Bei den Ultras des Commando Cannstatt stößt diese Vorgehensweise auf Kritik. Auf ihrer Webseite schreibt die Gruppe: „Idealerweise sollte man davon ausgehen, dass vor extrem richtungsweisenden Entscheidungen versucht wird, in Dialog mit allen Interessengruppen zu treten und in einem ergebnisoffenen Wettbewerb der besten Ideen zu einer Lösung zu kommen. Beim VfB soll das offensichtlich anders gehandhabt werden: Die Ausgliederung wird von vorneherein als alternativlos dargestellt, was auch nicht richtiger wird, nur weil man es dauernd wiederholt.“

Auch gehen die Ultras nicht davon aus, dass frisches Geld durch Investoren so dringend nötig ist – wie die Vereinsführung es darstellt – um finanziell konkurrenzfähig zu bleiben: „Im Personaletat auf Platz 7, in der Abschlusstabelle 13/14 auf Platz 15. Das Problem scheint also nicht in den finanziellen Möglichkeiten sondern in der Effizienz der Verwendung zu liegen“, heißt es in der Erklärung.

Diesen Punkten versuche der Verein nun nicht inhaltlich entgegenzutreten, „sondern beabsichtigt dies wohl mit bunten Bildern und pathetischen Videos zu tun. Verantwortungsvolles Handeln zum Wohle des Vereins sieht in unseren Augen anders aus.“

fn