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FDP-Nachwuchs fordert Legalisierung von Pyrotechnik

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 12. August 2015
Quelle: imago

Die Jungen Liberalen in Niedersachsen wollen vor dem Bundesligastart am Wochenende eine neue Debatte über die Legalisierung von Pyrotechnik anstoßen. Der Vorsitzende Lars Alt nennt einige Argumente für den kontrollierten Einsatz im Stadion.

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Zum einen sei der Einsatz von Pyrotechnik Bestandteil der Fankultur und dürfe nicht mit Gewaltbereitschaft gleichgesetzt werden, auf der anderen Seiten hätten die konsequentere Ahndung die Stadien in den letzten Jahren nicht sicherer gemacht. Eine Kapitalution vor zivilem Ungehorsam soll das freilich nicht werden. Vielmehr geht es dem FDP-Nachwuchs darum, zuvor angemeldete Rauchfackeln in einem abgegrenzten Stadionbereich zu zünden. Über Feuerwerkskörper, Böller und nicht-löschbare Pyrotechnik, die unter das Sprengstoffgesetz fällt, soll dabei explizit nicht verhandelt werden. Durch die Legalisierung in abgetrennten Bereichen erhofft sich Alt sogar spürbar mehr Sicherheit für Stadionbesucher.

„Wir fordern deshalb die lokalen Ordnungsbehörden und die niedersächsischen Profi- und Amateursportvereine auf, in Zusammenarbeit mit Faninitiativen sowie den Fan- und Sicherheitsbeauftragten der Klubs ein Pilotprojekt in Braunschweig, Hannover und Wolfsburg zu initiieren, bei dem der kontrollierte Einsatz von Pyrotechnik geprüft wird“, erklärt Alt.

Weiterhin fordern die JuLis, die von szenekundigen Beamten geführten Dateien über Fußballfans nicht fortzuführen. „Momentan ist ein Verfahren am Oberverwaltungsgericht Lüneburg anhängig, inwiefern die Behörden ein solches ‚Schatten-Führungszeugnis‘ auf Vorrat überhaupt anlegen dürfen. Bereits in der Vergangenheit wurden Löschfristen nicht eingehalten und viele Fußballfans dort mit persönlichen Daten erfasst, die sich nachweislich nichts zu Schulden kommen lassen haben. Dieser rechtsstaatswidrigen Praxis sollte endlich ein Riegel vorgeschoben werden“, fordert Alt.