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FCN schiebt Ausweichplänen der Ultras einen Riegel vor

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 04. April 2017
Quelle: imago

Aufgrund einer DFB-Strafe muss der 1. FC Nürnberg beim Heimspiel gegen den FC Erzgebirge Aue die Blöcke 7, 9 und 11, die Heimat der aktiven Fanszene geschlossen halten. Den Umzugsplänen der Ultras macht nun ausgerechnet der eigene Verein einen Strich durch die Rechnung. 

Eigentlich hatten die Ultras Nürnberg geplant, für die Partie auf die Blöcke 30 und 32 in der Südkurve des Stadions auszuweichen. Doch wie die Gruppe nun auf ihrem Blog mitteilt, hat der Verein den Vorverkauf für diesen Bereich vorerst gestoppt.

Laut Angaben der Ultras begründet der Verein die Maßnahme damit, dass sich die Blöcke zu nah am Bereich der Gästefans befinden. Dem halten die Ultras folgende Punkte entgegen:

1. Die Nähe zu den Gästefans ist über die Gegengerade, die der FCN erneut als Ausweich-Standort favorisiert, genauso gegeben.

2. Es gibt durchaus Möglichkeiten, den NK-Tross in die ausgerufenen Blöcke zu geleiten ohne die Fantrennung aufzuweichen. Durch den bereits angekündigten Treffpunkt und den gemeinsamen Marsch der betroffenen Glubbfans machen wir es den Verantwortlichen sogar noch einfacher.

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Unterschwellig äußern Vereinsverantwortliche auch den Vorwurf, dass Ultras Nürnberg den Verein vorher nicht informiert hätte. Dazu sind zwei Dinge zu sagen:

1. Die derzeit immer noch bestehende Eiszeit – aus der natürlich auch dieser Zustand resultiert – hat sich der Verein selbst zuzuschreiben.

2. Die Diskussionsrunde am Freitag hat Ultras Nürnberg öffentlich ausgerufen. Es war verwunderlich, aber gleichzeitig bezeichnend, dass sich kein Vereinsvertreter dafür interessierte und teilnahm. In dieser Runde wurde bereits deutlich gesagt, dass es nicht mehr auf die Gegengerade geht. Die nun ausgewählten Blöcke wurden sogar als Alternative genannt.

Der FCN ist der letzte, der sich über diese Situation beschweren braucht und wenn er nun Scherereien wegen dieser DFB-Strafe hat, umso besser. Dann fängt er vielleicht endlich mal an, dieses Strafensystem in Frage zu stellen.

Es ist ja nun wirklich keine neue Erkenntnis, dass der Ausschluss und Umzug einer Heimkurve nicht unbedingt zur Sicherheit beiträgt (siehe dazu auch Frankfurt – Stuttgart im letzten Jahr). Aber selbst das ist dem DFB bei diesen Kollektivstrafen weiterhin egal, was zeigt, dass es ihm nur um eine Spaltung der Anhänger geht!

Trotzdem möchten wir an dieser Stelle betonen, dass es nicht im Sinne von Ultras Nürnberg liegt, mit den gewählten Blöcken den 1. FC Nürnberg vor Probleme zu stellen. Hätte Ultras Nürnberg das gewollt, hätten wir uns bereits am Tag vor der Veröffentlichung mit Karten eingedeckt.

Wie die Ultras Nürnberg weiter berichten, will der Verein am Dienstag entscheiden, ob er die Blöcke wieder für den Verkauf freigibt. Bis dahin bitten die Ultras alle FCN-Fans, „cool zu bleiben.“