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National

FCN-Fans wollen Choreo-Verbot unterlaufen

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 04. Dezember 2015
Quelle: imago

Noch bis zum Ende des Jahres gilt für die Fans des 1. FC Nürnberg im heimischen Stadion ein Verbot jeglicher Choreografien. Nicht davon betroffen sind jedoch Fan-Utensilien, die in der Stadionordnung erlaubt sind. Dazu zählen zum Beispiel Schals. Das wollen sich die Fans nun zu Nutze machen. 

Denn „ein einzelner Fanschal macht noch keine Choreo, 3.500 Fanschals dagegen schon“, schreiben die Ultras Nürnberg auf ihrem „Ya Basta!“-Blog. Beim Pokal-Achtelfinale gegen Hertha BSC am 16. Dezember (19 Uhr) wollen die Ultras daher 3.500 Seidenschals im Block 911 der Nordkurve verteilen, um auch „unter den derzeitigen Bedingungen optische Akzente zu setzen.“ Um die Aktion zu stemmen, bittet die Gruppe um Spenden.

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Das Choreo-Verbot resultiert aus einer DFB-Strafe für eine Choreografie vor dem Spiel gegen Fortuna Düsseldorf, bei der die FCN-Fans bunten Rauch gezündet hatten. Um eine höhere Geldstrafe zu umgehen, hatten sich Verein und Verband damals auf ein Verbot jeglicher weiterer Aktionen bis Jahresende geeinigt.

Mit ihrer Schal-Aktion wollen die Ultras nun die „passende Antwort“ geben. „Darauf, dass Pyroshows wie gegen Düsseldorf einen Mehrwert darstellen; darauf, dass der Strafenirrsinn von DFB und Co weiter angeprangert wird; und letztendlich auch darauf, dass wir mehr Träume haben, als dass sie uns irgendwer zerstören könnte!“

Das verhängte Choreo-Verbot zeige zudem, „wie plan- und hilflos die Parteien agieren. Sie suchen immer noch die „perfekte Bestrafung“, mit der sich die Kurve maßregeln ließe. Dabei wurde Ihnen die Antwort schon x-mal entgegengebracht: diese Bestrafung gibt es nicht.“

Die Schals, die auch nach dem Spiel noch am Fan-Container zu haben sein sollen, sind übrigens passenderweise mit Bildern der bestraften Aktion gegen Fortuna Düsseldorf bedruckt. Auf der Rückseite findet sich der Spruch: „Mehr Träume als die Realität zerstören kann!“