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National

FCN-Fans provozieren KSC-Ultras mit gestohlenen Fahnen

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 17. Oktober 2016
Quelle: imago

Beim Auswärtsspiel ihres Clubs in Karlsruhe haben Fans des 1. FC Nürnberg mit Pyrotechnik und gestohlenen Fahnen die heimischen Ultras und eine Spielunterbrechung provoziert. 

Es lief bereits die Schlussphase der Partie, als sich Nürnberger Ultras unter Blockfahnen aus einer Choreografie zu Spielbeginn vermummten und anschließend jede Menge schwarzen Rauch zündeten. Dazu knallten Böller, auch einige Leuchtraketen wurden abgeschossen.

Einige Nürnberger bestiegen den Zaun des Gästeblocks und präsentierten dort gestohlene Karslruher Fahnen, darunter auch Material von KSC-Ultragruppen wie den Phönix Sons. Dadurch angestachelt öffneten Karlsruher Ultras ein Fluchttor zum Innenraum und versuchten auf diese Weise, zum Gästeblock zu gelangen. Dies konnte die Polizei jedoch verhindern.

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Schiedsrichter Felix Zwayer unterbrach die Partie daraufhin für rund zehn Minuten. Einige Spieler des FCN sowie Sportvorstand Andreas Bornemann versuchten die Gästefans zu beruhigen, auch mit Verweis auf die eigene 2:0-Führung zu diesem Zeitpunkt.

Nach dem gescheiterten Platzsturm sollen laut Polizeiangaben rund 150 KSC-Fans anschließend das Stadion verlassen haben, um zu versuchen, den Gästeblock von außerhalb zu erreichen. Auch dies verhinderten die Beamten jedoch unter Einsatz von Schlagstock und Pfefferspray. Auseinandersetzungen nach Abpfiff konnte die Polizei durch die Trennung der Fans nach eigenen Angaben ebenfalls unterbinden.

Nach dem Schlusspfiff weigerten sich die Club-Profis, den 3:0-Auswärtssieg gemeinsam mit den Fans in der Kurve zu feiern. „Wir wollten ein Zeichen setzen“, begründete Doppeltorschütze Guido Burgstaller diese Maßnahme.