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National

FCN bestraft seine Ultras für ihre Pyroshow

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 04. April 2014
Quelle: imago

Der 1. FC Nürnberg zeigt kein Verständnis für die Pyro-Aktion beim Spiel gegen Stuttgart. Die Ultras müssen nun mit deutlich strengeren Auflagen zurecht kommen.

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Die Botschaft sahen sie wohl – allein, es fehlt ihnen das Verständnis, beziehungsweise der rechtliche Spielraum. Die Ultras Nürnberg wollten mit ihrer Pyroshow im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart auch ein Zeichen setzen – für den spektakulären, aber eben verantwortungsvollen Umgang mit Pyrotechnik. In ihrer Rückschau auf das Spiel gegen Stuttgart schrieben die Club-Fans noch: „Es war ein po­si­ti­ves Bei­spiel und es bleibt zu hof­fen, dass es als sol­ches auch von den han­deln­den Per­so­nen bei DFB/DFL, Ver­ein und Pres­se wahr­ge­nom­men wird. Man braucht sich ja nicht immer re­flex­ar­tig hin­stel­len, etwas Schlech­tes darin sehen und ge­zwun­ge­ner­ma­ßen die alte (über­hol­te?) Leier von un­schö­nen Sze­nen und dum­men Idio­ten her­un­ter­be­ten. Im Ge­gen­teil, man könn­te sich auch mal ein­ge­ste­hen: Ja­woll, so kann’s funk­tio­nie­ren!“

Zumindest DFB und Verein konnten nicht. Laut einem Bericht der Nürnberger Zeitung werden die Ultras für ihre Choreografie künftig einige Freiheiten einbüßen. Bisher durften vor den Heimspielen 30 bis 50 Mitglieder der Ultras Aktionen vorbereiten, am Spieltag bereits um 11 Uhr ins Stadion, teilweise schon einen Tag zuvor. Lediglich zwei Ordner stellten die Franken ab, um die Arbeiten zu überwachen. Ferner stellte der Verein einzelnen Mitgliedern sogar Arbeitskarten aus. Das dürfte sich nun ändern. Man habe einsehen müssen, dass die bisherigen Kontrollen nicht ausreichten, berichtet Daniel Kirchner, der beim Club für Stadion und Spielbetrieb verantwortlich zeichnet, der Nürnberger Zeitung. Vorerst bis zum Saisonende dürfen nun nur noch maximal 30 Ultras vorab ins Stadion, unter der Aufsicht von nun zehn Ordnern. Die Arbeitskarten zieht der Verein wieder ein, deshalb müssen alle Helfer vor Spielbeginn das Stadion verlassen, anschließend wird der gesamte Block auf Pyrotechnik und verbotene Gegenstände durchsucht, was ein Mitglied der Gruppe jedoch beobachten dürfe, heißt es in dem Bericht.

Der 1. FC Nürnberg ist in dieser Saison bereits zur Zahlung von insgesamt 113.000 Euro verurteilt worden – eine Strafe nach der letzten Pyroshow steht noch aus.