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FCM wehrt sich erfolgreich gegen DFB-Strafe

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 01. Juli 2016
Quelle: imago

Laut eines Urteils des DFB-Sportgerichts vom 25. Mai sollte der 1. FC Magdeburg die ersten beiden Heimspiele der neuen Drittliga-Saison unter teilweisem Ausschluss der Öffentlichkeit austragen. Der Verein legte jedoch Einspruch ein. In einer mehrstündigen Verhandlung folgte das Sportgericht nun den Anträgen des FCM und hob die Zuschauer-Teilausschlüsse wieder auf.

Von der Schließung betroffen gewesen wären dabei die Blöcke 3-6 der Nordtribüne, auch bekannt als Block U, der Heimat der aktiven Fanszene. In einer mündlichen Verhandlung mit dem DFB-Sportgericht konnten die Verantwortlichen des FCM nun eine Aufhebung dieser Maßnahme erreichen. Stattdessen wird die ursprünglich ausgesprochene Geldstrafe von 9.000 Euro auf 30.000 Euro erhöht, wovon der Klub bis zu 10.000 Euro für sicherheitstechnische, infrastrukturelle und gewaltpräventive Maßnahmen verwenden kann, was dem DFB bis zum 31. Oktober 2016 nachzuweisen wäre.

Zudem wird die Bewährungszeit für einen Zuschauer-Teilausschluss um weitere 12 Monate verlängert. „Das DFB-Sportgericht ist unseren Argumenten nahezu vollständig gefolgt. Dies ist ein sehr erfreuliches Urteil für den 1. FC Magdeburg, das seitens der Fans zum Anlass genommen werden sollte, künftig unbedingt auf Pyrotechnik zu verzichten“, kommentierte Prof. Dr. Rainer Cherkeh, Rechtsanwalt des Vereins, das Urteil.

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Ausschlaggebend für das ursprüngliche Urteil waren folgende Vorfälle:

In der 36. Minute des Drittliga-Heimspiels gegen Erzgebirge Aue am 1. April 2016 hatten Magdeburger Zuschauer Gegenstände in Richtung der sich aufwärmenden Auer Auswechselspieler geworfen.

Gleich mehrere Vorfälle gab es während des Drittliga-Heimspiels gegen Dynamo Dresden am 16. April 2016. Zunächst wurden im Magdeburger Zuschauerbereich vor Anpfiff mindestens 60 Pyrofackeln gezündet, zudem versuchten in der 40. Minute einige Magdeburger Zuschauer, in Richtung des Gästeblocks zu gelangen, was aber verhindert werden konnte. In der 67. Minute musste das Spiel wegen des Abbrennens von Pyrotechnik durch Dresdner Zuschauer unterbrochen werden, was zwei Magdeburger Zuschauer dazu nutzten, sich illegal Zutritt zum Innenraum zu verschaffen und auf dem Spielfeld ein Banner auszulegen.

Nach Abpfiff des Drittliga-Auswärtsspiels bei Preußen Münster am 22. April 2016 überstiegen gut zwei Dutzend Magdeburger Zuschauer in ihrer Kurve den Zaun und gelangten in den Innenraum.