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National

FCK-Fans kritisieren Polizei

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 21. März 2016
Quelle: imago

Nach dem Spiel des 1. FC Kaiserslautern bei Fortuna Düsseldorf kam es am Samstag im Kölner Hauptbahnhof zu Auseinandersetzungen zwischen FCK-Fans und der Polizei. Nun meldet sich die Rot-Weiße Hilfe zu den Vorfällen zu Wort. 

Die Fanorganisation sieht die Ursache für die Auseinandersetzungen „in einem unverhältnismäßigen Einsatz der Bundespolizei beim Eintreffen des Zuges aus Düsseldorf im Kölner Hauptbahnhof“. Demnach habe sich die Polizei beim Halt in Köln vergewissern wollen, ob ein zuvor von FCK-Fans besetztes Dienstabteil des Zuges nun tatsächlich abgeschlossen sei. Dabei sei es zum unverhältnismäßigen Einsatz von Pfefferspray und Schlagstock gekommen.

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„Als ein Polizist einem Fan an die Hoden griff, eskalierte die Situation. Die Beamten begannen, Pfefferspray in das vollbesetzte Abteil zu sprühen. Fans verließen panikartig den Zug und wurden auf dem Bahnsteig erneut mit Pfefferspray und Schlagstöcken traktiert. Ebenso wurden Polizeihunde ohne Maulkorb eingesetzt. Als ein FCK-Fan zwischen Bahnsteig und Zug auf die Gleise fiel, eskalierte die Situation erneut“, schildert die Rot-Weiße-Hilfe den Ursprung der Vorkommnisse auf ihrer Website.

Auf dem Bahnsteig sei es dann zu den Auseinandersetzungen gekommen, von der auch die Polizei berichtet habe. Die Fanhilfe widerspricht jedoch der Darstellung, dass FCK-Anhänger die Beamten dabei mit Eisenstangen angegriffen hätten und betont: „Ursächlich wurde das Verhalten der Fußballfans jedoch durch einen unverhältnismäßigen Einsatz von Pfefferspray in einem geschlossenen Abteil ausgelöst. Und das alles, weil jemand das leere Dienstabteil geöffnet und Musik über das Zugmikrofon abgespielt hatte. Dass diese Situation durch die mitreisenden Zivilbeamten längst gelöst war, scheint in Köln keinen interessiert zu haben“, beklagt die Rot-Weiße Hilfe.

Aufgrund des Vorfalls war der Hauptbahnhof Köln zeitweise komplett gesperrt, erst gegen 18 Uhr konnte der Bahnverkehr wieder freigegeben werden. Zwei Polizisten wurden bei den Auseinandersetzungen verletzt, wie viele Verletzte es aufgrund des Pfefferspray-Einsatzes gegeben habe, sei bislang nicht geklärt, so die Rot-Weiße-Hilfe. Nach Augenzeugenberichten sollen sich jedoch mehrere Personen übergeben haben.