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FCA-Fanszene wehrt sich gegen Zensur

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 02. März 2017
Quelle: imago

Vor dem Bundesligaspiel gegen RB Leipzig am Freitag hat der FC Augsburg intensive Kontrollen angekündigt. Spruchbänder und Banner müssen zuvor angemeldet und genehmigt werden. Die aktive Fanszene des Vereins will das so nicht hinnehmen. 

In einer Stellungnahme auf ihrer Homepage kündigt die Szene Fuggerstadt an:

– Wie bei mittlerweile 193 Ausgaben üblich werden auch am Freitag die Supporter News als Sprachorgan der Kurve nicht angemeldet.

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– Eine geplante Choreographie wird von uns genauso durchgezogen wie es in Augsburg seit jeher üblich ist: Ohne vorherige Anmeldung oder Autorisierung.

– Wir werden – wie ebenfalls seit jeher üblich – ebenso Banner und Plakate nicht anmelden oder genehmigen lassen.

Auch an die eigenen FCA-Anhänger appelliert die Szene Fuggerstadt, ihre ihre Meinung und Kritik offen zum Ausdruck zu bringen: „Wahrt Grenzen, lasst euch aber nicht den Mund verbieten.“

Kritik äußert die Fanszene hingegen am eigenen Verein, der es wiederholt versäume, „Kritik an RB zu äußern und ein Zeichen gegen den Fußball als reine Marke und somit für den Volkssport zu setzen.“ Mit den vorgesehenen „populistischen Schritten“, die alle FCA-Fans unter Generalverdacht stellten, beuge sich der Vorstand dem öffentlichen Druck, anstatt Rückgrat zu beweisen und die Debatte zu versachlichen.

„Fankultur braucht Freiräume, muss sich unabhängig entfalten können“, mahnt die Szene Fuggerstadt. „Wir Fans sind weder schmuckes Beiwerk noch nettes Anhängsel. Wir sind ein mündiger Teil dieses Vereins.“