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National

Innenminister Jäger: Schalke drohen „umgehende Konsequenzen“

Autor: Moritz Gutscher Veröffentlicht: 26. Januar 2015
Quelle: imago

Wie der Westdeutsche Rundfunk in seiner Sendung „sport inside“ aufgedeckt hat, finden beim FC Schalke 04 erhebliche Verstöße gegen Vorschriften zur Stadionsicherheit statt. Auch Richtlinien, an die sich jeder Bundesliga-Klub halten muss, werden verletzt.

Obwohl die Sicherheit bei Großveranstaltungen wie Fußballspielen höchste Priorität hat, sind laut Bericht die Einlassbedingungen alles andere als optimal. Die Königsblauen aus Gelsenkirchen sollen demnach ungeschulte Ordner einsetzen – auch bei Risikospielen.

Besondere Auflagen, denen die Vereine unter Absprache mit DFL und Innenministerium (Stichwort: Sicherheitskonzept) unterliegen, werden „auf Schalke“ regelmäßig missachtet. Ein WDR-Reporter hatte incognito für die von Schalke beauftragte Sicherheitsfirma „Securitas“ gearbeitet und die Bundesliga-Spiele gegen Köln und Dortmund aus dieser Perspektive erlebt.

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Offenbar ist es kein Einzelfall, ungeschulte und unerfahrene Ordner als Einlasskontrolle einzusetzen. Weder der Security-Dienstleister noch der Revierklub widersprachen der Darstellung, dass weniger Ordner ausgebildet wurden, als bei Risikospielen benötigt werden. Vor einem Jahr hatte ein ähnlicher Bericht über den schwarzgelben Rivalen aus Dortmund bereits großes Aufsehen erregt.

Besonders prekär: 2013 hatte Innenminister Ralf Jäger hatte nach einem umstrittenen Polizeieinsatz in der Veltins-Arena mit dem Rückzug der Polizei aus dem Stadion gedroht. Das Verhältnis gilt seitdem als angespannt. Nun kündigte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz „umgehende Konsequenzen“ für die Schalker an.

Die entsprechende Ausgabe von sport inside wird vom WDR heute um 22:45 ausgestrahlt.

moG