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National

Schmadtke fordert eine „Entsolidarisierung“ mit den Boyz

Autor: Sören Stephan Veröffentlicht: 19. Februar 2015
Quelle: imago

Der Manager des 1. FC Köln, Jörg Schmadtke, äußerte sich heute auf der Pressekonferenz zum weiteren Vorgehen des Vereins nach den Derby-Ausschreitungen vom letzten Wochenende. Darüber hinaus ging er auf die zu befürchtenden „massiven“ Strafen ein, die den 1. FC Köln vom DFB erwarten.

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„Jedem muss klar sein: Es ist nicht fünf vor zwölf, sondern kurz vor zwölf oder sogar zwölf Uhr. Es darf nicht mehr viel passieren, sonst wird es existenzbedrohend“, sagte der Kölner Manager der Neuen Presse aus Hannover bezüglich der Derby-Randale vom letzten Wochenende. Auf der Spieltags-Pressekonferenz sprach Schmadtke zudem über seine Befürchtung bezüglich einer harten Strafe durch den Deutschen Fußball-Bund: „Sie wird massiv werden. Wir hatten ja schon eine Strafe von zwei Spielen ohne Südkurve, die auf Bewährung ausgesetzt war. Da kann sich jeder ausmalen, wie die nächste Stufe aussehen könnte“, erklärte der 50-Jährige. Der Manager selbst sieht ein großes Spektrum an Strafen, das den Verein treffen könnte. Darunter fallen „Teilausschlüsse, Geisterspiele und weitere Stufen“. Ein Urteil des DFB wird erst gegen Mitte bis Ende März erwartet.

Derweil verteidigte Schmadtke den Ausschluss der „Boyz“. Das Maß sei voll. Nun müsse man eine „Entsolidarisierung“ mit ihnen hingekommen. „Auch wenn wir auf rechtlich dünnem Eis stehen, werden wir die Dinge durchstehen“, ergänzte er. Der grundsätzliche Dialog mit den Ultras solle allerdings aufrecht erhalten werden. Zudem sei kein Ausschluss einer weiteren Gruppierung geplant, wohl aber „Bestrafungen von Einzelnen“.