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National

FC Hansa und seine Fans widersprechen der Polizei

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 10. Mai 2017
Quelle: imago

Vor dem Spiel des FC Hansa Rostock bei Holstein Kiel am Samstag ist es am Einlass zu Auseinandersetzungen zwischen Rostocker Fans und der Polizei gekommen. Die Einschätzungen der Situation unterscheiden sich dabei beträchtlich.

Während die Polizei selbst von einem versuchten Sturm des Gästeblocks spricht, betont der Verein in einer Stellungnahme: „Einen organisierten oder mutwilligen Sturm des Eingangsbereiches durch Hansa-Fans gab es ausdrücklich nicht!“ Dennoch setzte die Polizei Pfefferspray und sogar einen Wasserwerfer gegen die Fans ein. 14 Personen mussten anschließend medizinisch versorgt werden.

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Kritik üben der FC Hansa und die Blau-Weiß-Rote Hilfe vor allem an der Entstehung der Situation. So sei trotz des großen Rostocker Andrangs nur eine Einlassschleuse für den Gästebereich geöffnet gewesen. Zudem hätten Polizeibeamte mitten in der Einlassphase versucht, einen Fan, der einer Straftat verdächtigt wurde, in Gewahrsam zu nehmen und dazu einen Einlassstopp veranlasst.

Infolgedessen kam es dann offenbar zu den turbulenten Szenen am Eingang, die schließlich im Pfefferspray- und Wasserwerfereinsatz der Polizei mündeten, den die Fanhilfe kritisiert. Gleichzeitig hebt die Organisation jedoch auch hervor, „dass sich die Situation verhältnismäßig schnell wieder beruhigte und es nur vereinzelt von Polizeibeamten zu überzogenen Übergriffen auf Fans kam. Der Großteil der eingesetzten Beamten verhielt sich trotz der aufgeheizten Situation relativ besonnen.“

Daher kritisiert die Blau-Weiß-Rote Hilfe in erster Linie nicht „die Durchführung, sondern vor allem die Hinführung“ des Einsatzes sowie die nachfolgende Darstellung in den Medien.