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International

FARE: 14 diskriminierende Vorfälle während der WM

Autor: Johannes Holzapfel Veröffentlicht: 10. Juli 2014
Quelle: imago

Das Netzwerk FARE (Football Against Racism in Europe) veröffentlichte heute einen Bericht zur WM in Brasilien. Die Organisation hat insgesamt vierzehn verschiedene Fälle extremer Diskriminierung während der WM ausfindig gemacht und weist nun mit der Veröffentlichung auf diese Probleme hin. Laut FARE scheint die FIFA jedoch auf diesem Auge blind zu sein.

Beispielsweise hissten kroatische Anhänger beim Eröffnungsspiel gegen Brasilien eine Flagge vom Ustascha Regime, das im Zweiten Weltkrieg als faschistische Miliz gekämpft hat. Dieser Vorfall wurde nach Bekanntwerden von der FIFA bearbeitet, jedoch nach weiteren Untersuchung wieder aufgegeben. Wie fanzeit berichtete, sind mexikanischen Fans mehrmals mit dem Ausdruck „Puto“ aufgefallen, einer homophoben Beleidigung. Auch dieses Vergehen ist im Bericht von FARE festgehalten. Darüber hinaus beleidigten brasilianische Fans den spanischen Stürmer Diego Costa des öfteren als „maricon“ (Übersetzung: Schwuchtel).

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Reichskriegsflagge im Stadion

Während des ersten Spiels der DFB-Elf gegen Portugal hatte ein Deutschland-Fan eine Reichskriegsflagge aufgehangen. Angeblich soll diese Flagge auch in Aachen gemeinsam von Neonazis und Hooligans nach dem Viertelfinalspiel gegen Frankreich gezeigt worden sein. Auch bei russischen Anhängern kam es zu ähnlichen Vorfällen: Beim Spiel gegen Süd-Korea wurde ein Banner mit SS-Totenkopf gehisst. Alle weiteren Vorfälle könnt ihr im englischen Bericht von FARE nachlesen.

Die FIFA wurde von FARE über diese Geschehnisse informiert, doch bei den homophoben Sprüchen und der Flagge des Ustascha Regimes stellte die FIFA die Ermittlungen bereits wieder ein. Für FARE ist dieses Verhalten eine Schande. „Es scheint so, als hätte die Fifa ein blindes Auge bezogen auf diese Vorfälle.“