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National

Fans kämpfen für volles Gästekontingent

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 03. Dezember 2015
Quelle: imago

Auf der heute beginnenden Innenministerkonferenz in Koblenz wollen die Innenminister der Länder offenbar erneut über eine Reduzierung der Kontingente für Gästefans in Deutschland beraten. Fans wehren sich mit einer Petition.

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Bislang stehen den Fans der Auswärtsmannschaft in der Regel zehn Prozent des gesamten Kartenkontigents zur Verfügung, bei Risikospielen sind es schon heute oft weniger. Wie das RedaktionsNetzwerk Deutschland berichtet, plant eine Arbeitsgruppe unter der Führung von Ralf Jäger nun offenbar, die Quote bei allen Spielen, bei deinen ein Mangel an Einsatzkräften droht, dauerhaft abzusenken. Dies soll der Entlastung der Polizei dienen.

Bei der Polizei stößt der Vorstoß jedoch auf Ablehnung: „Es kann nicht sein, dass Fußballanhänger pauschal für die Personaleinsparungen bei der Polizei bestraft werden. So kann man den wenigen Gewalttätern bei Fußballspielen nicht Herr werden“, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Arnold Plickert. Gleichzeitig spricht sich Plickert für Maßnahmen wie Meldeauflagen und Betretungsverbote aus.

Fußballfans machen sich derweil mit einer Online-Petition für den Erhalt der Zehn-Prozent-Regel stark. Dort argumentiert Initiator Johannes Mäling, Herausgeber von „Faszination Fankurve“, dass eine Reduzierung des Gästekontingents sogar zu neuen Herausforderungen führe, etwa wenn Fans am Spieltag gegen die Maßnahmen demonstrieren. „Die reisefreudigen Gästefans haben einen erheblichen Anteil an der guten Atmosphäre, die in den deutschen Stadien herrscht“, heißt es weiter. Die Petition fordert daher: „Hände weg vom Gästekontingent! Für den Erhalt der 10 Prozent Regel in den Stadien!“