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National

Fans beklagen „NEIN zur Subkultur“ bei RB Leipzig

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 06. April 2016
Quelle: imago

Auf dem Trainingsgelände von RB Leipzig gibt es einen Skatepark. Befahrbar ist der allerdings nicht. Fans des Vereins befürchten, dass der Klub keine Subkultur und lokale Individualität in seinem Umfeld haben wolle.

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Seit September 2015 gibt es den frei zugänglichen Skatepark auf dem Trainingszentrum am Cottaweg. Ein Befahren der Anlage mit Skateboards oder BMX-Rädern ist jedoch nicht möglich, weil der Verein dort in letzter Zeit zunehmend Sitzbänke und Fahrradständer installierte. Das berichtet die Leipziger Fangruppe „Red Aces“ auf ihrer Website und glaubt, darin eine allgemeine Tendenz in der Vereinspolitikzu erkennen, die Subkultur und lokale Individualität ablehne.

Darüber hinaus sieht die Gruppe in der „Null-Toleranz-Politik“ des Vereins gegenüber der Leipziger Skate-Szene „die schleichende Gefahr eines Neins zu einer individuellen Fan- und Jugendkultur im Stadion.“ Denn wie die örtliche Skate-Szene sei auch die Fanszene von RB Leipzig momentan noch in einer Aufbauphase. „Hat es etwa System solche noch wachsenden Strukturen direkt im Keim zu ersticken?“, fragen die Red Aces im Hinblick auf das „Spannungsfeld zwischen dem perfekten, hochprofessionellen Vereinsimage“ und ihrer „eher eckigen und kantigen Ideen einer neuartigen Fußballsubkultur in Leipzig“.

Die Gruppe fordert daher vom Verein, die Anlage schnellstmöglich wieder nutzbar zu machen und zudem mit den Betroffenen ins Gespräch zu kommen. „Es würde dem Image unseres Vereins wahnsinnig helfen, wenn zumindest zu erkennen wäre, dass man sich neben der eigenen Elitenförderung auch um lokale Subkulturen bemühen oder diese wenigstens nicht zum Narren halten würde“, schreiben die Red Aces und ergänzen: „Ein starkes Zeichen an die Fußballkultur in den eigenen Reihen wäre es auch.“