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National

Fanprotest wegen Dauerkarten-Entzug beim FC Bayern

Autor: Merlin Olk Veröffentlicht: 29. Juli 2014

Wie wir bereits berichteten, kündigte der FC Bayern München das Abonnement von 211 Dauerkartenbesitzern, die laut Verein in der vergangenen Spielzeit zu weniger als acht Heimspielen in der Allianz-Arena gekommen waren. Die betroffenen Fans wollen sich nun gegen die Maßnahme des Vereins wehren und akzeptieren die Kündigung nicht.

Einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge, widersprach jeder betroffene Bayern-Fan der vom Verein ausgesprochenen Kündigung seiner Dauerkarte. Die gekündigten Karten, die für die sehr begehrten Stehplätze auf der Südkurve gelten, wurden vom Münchener Verein bereits neu vergeben, was eine beachtliche Anzahl von über 400 Protestschreiben der Fans nach sich zog.

Doch ein Erfolg der Protestaktion der Fans, die sich vorerst nicht mehr Dauerkartenbesitzer nennen dürfen, scheint unwahrscheinlich zu sein. Der FC Bayern beruft sich auf eine schriftliche Mitteilung vom Dezember letzten Jahres, in der nach eigenen Angaben jeder Abonnent für den Stehplatzbereich auf der Südkurve über die neue Regelung informiert wurde. Diese besagt, dass der Verein das Recht habe, jedem Dauerkartenbesitzer das Abonnement zur neuen Saison zu kündigen, sollte er zu weniger als 8 Heimspielen der Bayern anwesend sein. Aufgrund des elektronischen Erfassungssystems an den Stadioneingängen, konnte der Verein genau nachvollziehen, wann sich welche Karte im Stadion befand.

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Obwohl die Anwesenheitspflicht in den Dauerkartenverträgen keine Erwähnung findet, sieht sich der FC Bayern München im Recht, wie Ticketing-Leiter Oliver Meßthaler gegenüber der „SZ“ klarstellte: „Wir haben das Recht zu kündigen, ohne Angabe von Gründen, und wir beziehen uns dabei rein auf unsere AGBs.“

mo