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National

Fanprotest in München – 1860-Fans gegen Management

Autor: Mirko Lorenz Veröffentlicht: 15. Juni 2015
Quelle: imago

Der für vergangenen Samstag geplante Fanprotest unter Anhängern der Zweitligisten 1860 München hat nach einigem Hin und Her stattgefunden und sorgt für Bewegung im Verein. Nach angedrohten Rücktritten kam es zu produktiven Gesprächen.

Sportlich hat 1860 München in der Relegation gerade so den Abstieg in die Drittklassigkeit verhindern können. Unzufrieden sind die Fans aber vor allem mit dem Management um Gerhard Poschner, der in ihren Augen die Hauptverantwortung für die katastrophale Saison der Löwen trägt. Nachdem Trainer Ricardo Moniz vor Saisonbeginn das Ziel Meisterschaft ausgegeben hatte und die Löwen sich nach ausbleibendem Erfolg von ihm trennten, bemängeln viele Fans weiterhin den Führungsstil.

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Viele Fans fordern sogar die Entlassung des Sportchefs Poschner und trugen „Poschner go home“ und „Rote Karte für Poschner“ Schilder bei sich. Angeführt wurde der Protest von „Allesfahrer“ Franz Hell. Dem Aufruf folgten zudem ehemalige Spieler der Meistermannschaft, sowie Kult-Trainer Karsten Wettberg.

Wie die Abendzeitung berichtet, wollte der Präsident Gerhard Mayrhofer wohl bereits vor dem Fanprotest zurücktreten. Daraufhin soll sich aber Investor Hasan Ismaik erstmals nach etwa einem halben Jahr wieder gesprächsbereit gezeigt haben. In einer Pressemitteilung gab der Verein bekannt, dass es zu produktiven Gesprächen zwischen dem Verein und dem Anteilshaber Ismaik kam. Daher bittet Aufsichtsrats- und Beiratsmitglied Karl-Christian Bay alle Löwenfans um Verständnis für die derzeitige Phase der Unsicherheit: „Wir bitten alle, denen der Erfolg der Löwen am Herzen liegt, um Nachsicht, dass wir zunächst in persönlichen und vertraulichen Gesprächen unter den verantwortlichen Beteiligten alle möglichen Lösungsansätze sowie die hierfür erforderlichen Maßnahmen erörtern.“

Klarheit wird wohl erst die kommende Mitgliederversammlung am 21. Juni bringen.