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National

Fanprojekt Münster setzt Dialog mit Polizei aus

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 05. Februar 2016

Das Fanprojekt Preußen Münster e.V. sieht in der Arbeit der Polizei keine Basis mehr für eine Zusammenarbeit und stellt seine Mitarbeit in den Arbeitskreisen des Örtlichen Ausschuss Sport und Sicherheit (ÖASS) ein.

Bisher waren die Fanvertreter in zwei von drei Arbeitskreisen, den Bereichen „Stadionsicherheit“ und „Fandialog“, aktiv. Der ÖASS ist auf Initiative des Polizeipräsidiums Münster 2011 entstanden und die Einbindung und Beteiligung der Fußballfans sollte nach eigenen Angaben eine hohe Priorität genießen.

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„Die radikale Vorgehensweise von Polizei und Staatsanwaltschaft in den vergangenen Wochen auch gegen Angestellte von Preußen Münster hat uns klar gemacht, dass von dieser Seite kein Dialog auf Augenhöhe gewünscht ist“, erklärt Fanprojekt-Vorsitzender Benny Sicking. Unter anderem waren Büro und Wohnung des Sicherheitsbeauftragten von Preußen Münster durchsucht worden, weil laut Polizei Pyrotechnik zündende Fans auf einem Video hätte erkennen müssen. Beim letzten Heimspiel gegen Rot-Weiß Erfurt verhängte die Polizei 56 Betretungsverbote für das Preußenstadion gegen Münsteraner Fans.

Die Arbeit der Polizei mache offensichtlich, dass dort keine Basis für die Zusammenarbeit gesehen wird, so Sicking weiter. Auch bemängelt der Fanprojekt-Vorsitzende, dass das Vertrauen zerstört sei: „Folgerichtig stehen wir aktuell nicht mehr zur Verfügung. Die Strafverfolgungsbehörden in Münster müssen dringend ihre Handlungen überdenken.“