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National

Fanorganisationen kehren DFB den Rücken zu

Autor: Moritz Gutscher Veröffentlicht: 15. Oktober 2015
Quelle: imago

Mit sofortige Wirkung haben Fanorganisationen den Dialog mit dem Deutschen Fußball-Bund in der Kommission für Sicherheit, Prävention und Fußballkultur beendet.

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Namhafte Gruppen wie „ProFans“, „UnsereKurve“, „F_in Netzwerk Frauen im Fußball“ und „Queer Football Fanclubs“ ziehen damit Konsequenzen aus der empfundenen fehlenden ergebnisorientierten Gesprächsbereitschaft und Wertschätzung seitens des DFB. In einer offiziellen Mitteilung weisen die Gruppen darauf hin, dass die Expertise aus den Gesprächen den Entscheidern nur „gefiltert zugänglich gemacht“ werde. Die Dialog- und Beschlussstrukturen sollen daher reformiert werden.

Dazu kämen immer neue „Schikanen und Strafen“ des DFB-Sportgerichts, die „vorallem unschuldige und unbeteiligte Fans treffen und eine eigene Rechtsprechung neben der demokratisch legitimierten darstellen.“ Zudem wurde auch auf die Unterschiede zwischen den beiden deutschen Verbänden hingewiesen. So habe die DFL durchaus „in den letzten Monaten gezeigt, dass sie im Gegensatz zum DFB gewillt zu sein scheint, Fanbelange ernst zu nehmen.“, so Alex Schulz von ProFans. Der Ausstieg sei im Verlaufe der Gespräche mit dem DFB absehbar gewesen und eine notwendige Konsequenz.