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Fanhilfe Magdeburg weist auf Unverhältnismäßigkeit gegen Fußballfans hin

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 10. September 2017
Quelle: imago

Weil ein Fan sich beim Spiel gegen Dresden vermummt hat, bekam er einen Bußgeldbescheid der Polizei. Dieser wurde ihm, statt wie üblich per Post, von einer Streifen in der Schule zugestellt.

Die Fanhilfe zweifelt zum einen an der Rechtmäßigkeit dieser Strafe und zum anderen kritisiert sie die Art der Zustellung der Polizei aufs schärfste. Die persönliche Zustellung ist ein unverhältnismäßiger Eingriff in die Privatsphäre des Beschuldigten und zusätzlich zur eigentlichen Strafe eine unnötige Einschüchterungsmaßnahme. Diese erfolgte, obwohl der Polizei die Adresse des Beschuldigten bekannt war. Er hatte zwar den Wohnsitz gewechselt, aber alle Angaben fristgerecht bei der Stadt eingereicht.