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National

Fanhilfe Berlin fordert weniger Polizeipräsenz

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 18. Februar 2015
Quelle: imago

Die Fanhilfe Berlin hat sich zur kontroversen Diskussion im Berliner Innenausschuss über die Polizeipräsenz bei Spielen klar positioniert. Zudem wurde eine umfassendere Aufklärung über die umstrittene Datei „Sportgewalt Berlin“ gefordert.

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In der veröffentlichten Pressemitteilung heißt es: „Sämtliche Sachverständige und auch die Ausschussmitglieder beschrieben die Sicherheitssituation rund um die Fußballspiele in Berlin als gut.“ Daher sei „eine Überarbeitung der aktuell angewandten Einsatztaktik bei Spielen“ dringend zu bedenken. Einerseits werde über Engstellen im gesamten Polizeibereich geklagt, auf der anderen Seite dann unnötigerweise zu viele Beamte bei Hertha-Spielen eingesetzt.

Auch die Datei „Sportgewalt Berlin“, in der seit Jahren die Zahl, der als Hooligans klassifizierten Personen steigt, wurde kritisiert: „Leider blieben viele Fragen bzgl. der Anwendung und Sinnhaftigkeit dieser Datei und zur Löschung der vorhandenen und veralteten Datenbestände offen“. Die Fanhilfe forderte die zuständigen Vertreter auf, für Klarheit zu sorgen, inwiefern Personen aus der Datei wieder gelöscht werden und nach welchen Faktoren dies geschehe. Schließlich sei sonst der Eindruck nicht von der Hand zu weisen, dass die jeweiligen Datenbestände dazu dienen, „ein möglichst großes Risikoszenario bei Fußballspielen zu erzeugen“.

Am Montag waren im Berliner Innenausschuss Vertreter von Polizei und Fans aufeinandergetroffen und hatten sich eine hitzige Debatte geliefert.