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Hintergründe

Wenn Fans auf Spieler losgehen

Autor: peter Veröffentlicht: 02. April 2015

Platz 3

Der Fall Kevin Pezzoni ist besonders traurig. Der Abwehrmann wurde von einigen „Effzeh“-Anhängern zum Sündenbock für eine wirklich schlechte Runde gemacht.  Für den damals 22-Jährigen eine vermutlich sehr prägende Erfahrung: Zunächst brach ihm ein Unbekannter im Kölner Karneval das Nasenbein. Später lauerten einige Kölner Anhänger Pezzoni sogar zuhause auf und drohten dem eigenen Spieler. Ganz zu schweigen von der Hetze im Netz.

Der Deutsch-Italiener löste daraufhin seinen Vertrag in der Rheinmetropole auf. Heute spielt er beim Drittligisten Saarbrücken. Einer der Experten, die für seinen unrühmlichen Abgang verantwortlich zeichneten, kam auf die besonders clevere Idee, die Vorfälle in der Call-In-Sendung Domian zu schildern.

Köln-Fan bei Domian:

 

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Platz 2

Die mit Sicherheit kürzeste Amtszeit der Klubgeschichte bescherten einige Anhänger von Levski Sofia ihrem neuen Trainer Ivajlo Petev. Während seiner Antrittspressekonferenz überzeugten Fans den neuen Trainer, dass es eine gute Idee wäre, als erste Amtshandlung sen T-Shirt mit dem Klubemblem auszuziehen und den Raum schnurstracks zu verlassen. Ihm blieb nach diesem Empfang wenig anderes übrig, als die Anweisungen zu befolgen und am nächsten Tag zurückzutreten. Der Grund für den frostigen Empfang: Petev wird nachgesagt, Sympathien für den Stadtrivalen ZSKA Sofia zu hegen.

 

Platz 1

Die Kicker der SG Dynamo Dresden verstanden auch ohne Worte, was ihnen einige ihrer Anhänger sagen wollten. Die hatten sich nachts ins Stadion geschlichen, auf dem Spielfeld elf Gräber ausgehoben und mit Kreuzen versehen. Geschäftsführer damals wie heute: Ralf Minge, fand’s eher mittel: „Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn Fans ihren berechtigten Unmut über die schlechte Leistung kundtun wollen, aber hier wurde eine Grenze erheblich überschritten.“