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Fan-Projekt Dortmund übt scharfe Kritik an Polizeieinsatz

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 23. Mai 2017
Quelle: Jeronimo Ort

Wegen eines Polizeieinsatzes gegen Mitglieder der Dortmunder Ultragruppe The Unity blieben auch die Ultras der Gruppen Jubos und Desperados dem letzten Heimspiel der Saison gegen Werder Bremen fern. Nun meldet sich das Fan-Projekt Dortmund zu den Vorfällen zu Wort und kritisiert das Vorgehen der Polizei scharf. 

Wie die Einrichtung schildert, suchten gegen 13:30 etwa 70 Ultras in den Räumlichkeiten des Fan-Projekts Zuflucht vor der Polizei, die die Fans wegen des Zündens von Pyrotechnik verfolgte. „Im Zuge der darauffolgenden Einkesselung setzten einige Polizeibeamte vehement ihr mitgeführtes Pfefferspray und Schlagstöcke ein und machten auch nicht Halt vor den anwesenden Pädagogen des Fan-Projekts“, berichtet das Fan-Projekt. „Selbst innerhalb der pädagogisch genutzten Räume gefährdeten sie auch andere unbeteiligte Fans, darunter Frauen und Kinder, durch das Reizgas.“

Zudem habe die Polizei die anwesenden Mitarbeiter des Fan-Projekts daran gehindert, ihre Rolle als Kommunikator und Vermittler zwischen den Parteien auszuüben: „Mit Befremden mussten wir feststellen, dass selbst offizielle DFL-Dienstausweise keinen Einfluss auf das Verhalten der Polizeibeamten hatten.“

Erst das Auftreten eines Rechtsanwalts und szenekundiger Beamter habe es den Mitarbeitern ermöglicht, sich aktiv in den Dialog einzubringen und die Situation zu deeskalieren. „Solch eine Aktion hat es seit Bestehen dieser pädagogischen Einrichtung für Fußballfans noch nie gegeben!“, so die empörte Bilanz des Fan-Projekts.

Das sagt die Polizei zu den Vorwürfen des Fan-Projekts: