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Fan-Projekt Bremen kritisiert Polizeikontrollen beim Nordderby

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 27. April 2016
Quelle: Jeronimo Ort

Beim Nordderby zwischen dem Hamburger SV und dem SV Werder Bremen am vergangenen Freitag wollte bei den Werder-Fans im Gästeblock keine richtige Derby-Stimmung aufkommen. Grund dafür war das Fehlen von etwa 200 Bremer Ultras, die von der Polizei noch bei der Anreise zurück in die Heimat geschickt worden waren. Das Fan-Projekt Bremen kritisiert nun die Polizei für diese Maßnahme.

Ein Großteil der Bremer Ultras hatte sich entschieden, mit Bussen zum Nordderby anzureisen. Diese wurden auf dem Weg nach Hamburg einer gründlichen Kontrolle durch die Polizei unterzogen. Weil die Beamten dabei angeblich Pyrotechnik und sogenannte Passivbewaffnung fanden, schickten sie anschließend die komplette Besatzung von vier Fanbussen zurück nach Bremen.

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Dass die Hamburger Polizei jedoch nicht erklärte, in welchen Bussen diese Gegenstände gefunden worden seien, kritisiert nun das Fan-Projekt Bremen. Zudem seien die Kontrollen so zeitraubend angelegt gewesen, dass ein Besuch des Spiels auch eng geworden wäre, hätten die Beamten nichts gefunden. „Für uns entsteht der Eindruck, dass es Teil der Polizeistrategie war, die Ultraszene gar nicht erst am Stadion ankommen zu lassen“, heißt es vom Bremer Fan-Projekt, das betont, dass das Verhalten der Ultras auf der Anreise stets friedlich gewesen sei.

Auch aufseiten der Hamburger Fan kam es vor dem Nordderby zu Komplikationen mit der Polizei, als diese einen geplanten Marsch der Hamburger Fanszene mithilfe des Einsatzes von Wasserwerfern gewaltsam auflöste.

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