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International

Umstrittenes Fan-Gesetz soll Russlands Stadien sicherer machen

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 23. Januar 2014
Quelle: By Amarhgil (Собственное фото) [Attribution], via Wikimedia Commons

In Russland ist ein umstrittenes „Fan-Gesetz“ in Kraft getreten. Die von der Regierung erlassene Verordnung soll für friedlichere Fußballspiele sorgen und extremistische Parolen aus dem Stadion verschwinden lassen.

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Bislang wurden in Russland nur wenige Fans für Vergehen im Stadion belangt. Laut der Regierungsverordnung kann das Fehlverhalten von Fußballfans, beispielsweise das Zünden von Pyrotechnik oder gewalttätige Auseinandersetzungen, mit bis zu sieben Jahren Stadionverbot bestraft werden. Auch kleinere Zuwiderhandlungen können mit Geldstrafe oder sogar Freiheitsentzug sanktioniert werden.

Ein weiterer Punkt ist die Einführung einer „Schwarzen Liste“, auf der Fans, die bei Fußballspielen auffällig wurden, festgehalten werden. Dies erinnert sehr an die Datei „Gewalttäter Sport“, in der auffällige Anhänger zum Teil ohne ihr Wissen eingetragen werden und die von deutschen Fanvertretern scharf kritisiert wird.

Gegner der Verordnung haben auch in Russland Angst vor einer Pauschalisierung von Straftaten. Für sie sei die Gesetzgebung zu schwammig. „Hier liegt alles im Ermessen des Richters, egal, ob du nun derbe geflucht hast oder aufs Spielfeld gerannt bist und einen Spielabbruch provoziert hast“, sagt Alexander Schprygin, Präsident der Gesamtrussischen Fanorganisation, bei russland-heute.de.