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National

Fan droht 30.000 Euro Strafe

Autor: Lukas Schäfer Veröffentlicht: 18. März 2015

Ein 41 Jähriger hatte im Heimspiel  des 1.FC Köln gegen den SC Paderborn Anfang 2014 einen Böller von der Nordtribüne des Rhein-Energie-Stadions geworfen und dadurch andere Stadionbesucher verletzt. Nun fordert der FC mehrere Zehntausend Euro Schadenersatz.

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Laut Kölner Stadt-Anzeiger war der FC daraufhin vom DFB wegen dieses Geschehens in Zusammenhang mit weiteren Vorfällen zu insgesamt 80.000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Der Fan wurde mit einem Hausverbot belegt. Im August folgte ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung zu anderthalb Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung und 4.000 Euro Schmerzensgeld durch das Kölner Amtsgericht. Der Bundesligaverein will nun den Anteil von 30.000 Euro vom Verursacher einklagen.

Am Kölner Landgericht erfolgte heute die erste Anhörung in der Verhandlung.  Der Richter machte laut Kölner Stadt-Anzeiger deutlich, dass der FC gute Chancen hat, den Prozess  zu gewinnen. Die DFB-Statuten besagen, dass ein Verein für Zuschauerverhalten hafte. Wenn er für schädigendes Verhalten zur Verantwortung gezogen werde, „muss er in einem Zivilprozess in Regress gehen können“, verneinte der Vorsitzende Richter die Sicht des gegnerischen Anwaltes, der für seinen Mandanten „eine Mitschuld des FC“ als gegeben ansah.

Das Urteil wird in drei Wochen erwartet. Es wird erwartet, dass dieses zugunsten des 1.FC Köln ausfallen wird, da der Richter betonte, dass „bei einer so erheblichen Pflichtverletzung (…) keine Fahrlässigkeit mehr gegeben“ sei.