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Fan bekommt bundesweites Stadionverbot für anzügliches Eis essen

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 17. September 2017
Quelle: Jeronimo Ort

In einem besonders kuriosen Fall verteidigt Fananwalt Dr. Andreas Hüttl einen Fan, der ein bundesweites Stadionverbot für das anzügliche Verzehren von einem Eis verhängt bekam. 

In dem Schreiben der Polizei heißt es, der Beschuldigte soll sich „die Eiswaffel provozierend tief in den Mund [gesteckt haben], um einen sexuellen Oralverkehr nachzuahmen“. Desweiteren soll sich der angetrunkene Fußballfan bei der anschließenden Personalienfeststellung unkooperativ verhalten haben. Hüttl und sein Mandant sowie mehrere Zeugen bestreiten diese Schilderung. Die Aufhebung des Stadionverbots wurde bereits beim Verein eingereicht. Sollte dieser Schritt ergebnislos bleiben, werden Hüttl und sein Mandant dagegen klagen.

Gegenüber Vice Sports erklärte Hüttl: „Ich denke nicht, dass eine strafbare Handlung überhaupt vorliegt und halte daher natürlich auch keinerlei Strafe für angemessen.“ Selbst wenn man das anzügliche Verzehren als Beleidigung auslegt, rechtfertigt es nach offiziellen Richtlinien des DFB trotzdem kein Stadionverbot. Diese sollen lediglich aus Gründen der Gefahrenprävention beispielsweise bei Verstößen gegen das Waffengesetz oder Haus- und Landfriedensbruch ausgesprochen werden.