Anzeige

National

Fan-Appell des HSV: „Schluss mit jeglicher Randale!“

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 03. April 2014

Dem Hamburger SV steht das Wasser bis zum Hals. Dass im letzten Heimspiel einige HSV-Anhänger auch noch versucht haben, den Gladbacher Block zu stürmen, kommt den Verantwortlichen gerade in der angespannten sportlichen Situation natürlich wenig gelegen. Nun hat das Bundesliga-Gründungsmitglied eine offene Botschaft an alle Fans adressiert.

Nachfolgend die Erklärung im Wortlaut:

Der Hamburger SV distanziert sich hiermit ausdrücklich von gewalttätigen Aktionen jeglicher Art.

Der Hamburger SV mit all seinen Mitarbeitern und Verantwortlichen, die Mitglieder sowie die vielen HSV-Fans und Fanclubs rufen dazu auf, im Abstiegskampf alles zu geben und hinter dem Verein zu stehen, aber vor Gewalt und Randale halt zu machen! Wir distanzieren uns hiermit ausdrücklich von gewalttätigen Aktionen jeglicher Art. Der Hamburger SV wird in Zusammenarbeit mit den Ordnungsdiensten und der Polizei alles dafür tun, Gewalt, Ausschreitungen und Randale zu verhindern bzw. diese zu verfolgen.

Anzeige

Nicht nur beim letzten Spiel des HSV bei Borussia Mönchengladbach wurden durch Hamburger Fans Ordner, Polizisten, Fans und Unbeteiligte angegriffen und verletzt. Nichts, rein gar nichts, rechtfertigt diese Angriffe oder das Bewerfen von Menschen mit Flaschen und Steinen. Schluss damit!

Natürlich machen sich überall die Anhänger des Hamburger SV große Sorgen um die Zukunft dieses traditionellen Vereins. Wir befinden uns im Abstiegskampf mit ungewissem Ausgang und stehen vor dem Verlust eines Teils unserer Identität: Der HSV ist seit Bestehen der Bundesliga dabei und noch nie abgestiegen. So soll es auch bleiben!

Aber weder der Abstiegskampf selbst, noch ein tatsächlicher Bundesligaabstieg, noch sonstige Gründe rechtfertigen Gewalt gegen Menschen! Wut und Trauer können und sollten die Grundlage für Kritik und Protest bilden, aber nicht für Randale und Zerstörung. Auch wenn es dem einen oder anderen HSV-Fan möglicherweise schwer fällt: reißt euch zusammen!

Denn andernfalls wird es viel schlimmer. Verletzte, Sachbeschädigungen, Strafverfahren, Stadionverbote und Opfer auf allen Seiten sind auch bei einem Abstieg ein viel zu hoher Preis und in keinem Falle hinzunehmen. Der Imageverlust des Hamburger SV und seiner Fans mag vielleicht für den einen oder anderen noch zu verschmerzen sein, aber hohe Geldstrafen durch den DFB und möglicherweise sogar ein Ausschluss von Fans bei Auswärtsspielen des HSV sind es nicht.

Also: Alles geben im Abstiegskampf – aber Schluss mit jeglicher Randale!