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„Faires und respektvolles Miteinander vom Verein aufgekündigt“

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 07. Juli 2017
Quelle: imago

Nach der Ablehnung von fast 120 Mitgliedsanträgen durch Hannover 96 meldet sich nun die Initiative „Pro Verein 1896“, die die Anträge im Paket abgegeben hatte, zu Wort. 

„Durch ein beispielloses Vorgehen seitens unserer Vereinsführung entgehen dem Verein dadurch Mitgliedsbeiträge von jährlich ca. 11.500 Euro und den abgelehnten Mitgliedern der Dauerkartenrabatt von 10 %“, heißt es zu den abgelehnten Anträgen von der Initiative. „Sicherlich ist es kein Zufall, dass die Ablehnung erfolgte, nachdem die Beitrittswilligen ihre Dauerkarten aufgrund der ablaufenden Fristen bereits verlängern mussten.“

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Die Äußerung von Martin Kind, die Ablehnungen seien „im Interesse des Vereins“ erfolgt, kann Pro Verein verständlicherweise nicht teilen. „Man wünscht vielmehr keine mündigen und kritischen Mitglieder und hat Angst davor, die Mehrheit der mehreren Tausend stimmberechtigten Vereinsmitglieder nicht hinter dem Vorstandskonzept vereinen und mobilisieren zu können“, vermutet die Initiative.

Der Verein versuche „auf undemokratische und noch nie dagewesene Art und Weise, die Opposition aus dem Verein fernzuhalten.“ Ein „faires und respektvolles Miteinander“, wie es die Vereinsführung den Mitgliedern unlängst per E-Mail versprach, sei somit bereits vom Verein aufgekündigt worden.

Pro Verein will die Ablehnungen jedoch nicht auf sich sitzen lassen und will diese nun „mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln und auf allen Ebenen anfechten.“ Dazu sollen alle abgelehnten Mitglieder zunächst auf die E-Mail des Vereins antworten und eine Begründung der Ablehnung erfragen. Zudem rät die Initiative dazu, so schnell wie möglich einen erneuten Mitgliedsantrag zu stellen.