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National

Rechtsrock und Extremismus: Sicherheitsbedenken bei Dynamo gegen Babelsberg

Autor: Moritz Gutscher Veröffentlicht: 19. September 2014
Quelle: imago

Am Samstag reist der SV Babelsberg zum BFC Dynamo. Geographisch ein Katzensprung, ideologisch scheint man weit entfernt. Ein Rechtsrock-Konzert könnte für zusätzliche Brisanz sorgen.

Während die Babelsberger eine eher linksalternative Fanszene besitzen, mussten sich Teile der BFC-Anhänger immer wieder dem Vorwurf des Rechtsextremismus gefallen lassen. Obwohl in jüngerer Vergangenheit zahlreiche Erfolge im Kampf gegen Nazis zu verbuchen waren, birgt die Konstellation am Samstag einige Risiken. Es ist zu befürchten, dass auch gewaltbereite Zuschauer kommen, die nicht zur Fanszene beider Vereine gehören.

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Die von Lonsdale gesponserten Potsdamer versuchen, über 1000 Anhänger zur Regionalliga-Partie im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion mitzubringen. Im Vorfeld wurden präventiv Plakatmotive von den Verantwortlichen beider Vereine abgesprochen: Karl Liebknechts Konterfei ist genehmigt, auf ein zertretenes Hakenkreuz soll wegen Gewaltverherrlichung verzichtet werden. Auch diese Vorsichtsmaßnahmen zeigen die Problematik.

Konspiratives Nazi-Konzert verschärft das Szenario

Im „Berliner Osten“ soll am Samstagabend zudem ein Auftritt der Hooligan-Band „Kategorie C“ stattfinden. Gefeiert wird das fünfjährige Bestehen der „Legion Germania“, zu der neben Lazio- und Lok Leipzig-Anhängern auch Fans des BFC zählen. Erfahrungsgemäß zieht die als rechtsextrem eingeschätzte Gruppe Neonazis und Hooligans an, der morgige Anlass zerstreut diese Befürchtungen nicht.

MoG