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National

Europäischer Fankongress erstmals live im Netz

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 02. Juli 2014
Quelle: imago

Fußballfans aus mehr als 35 Ländern treffen siche von Donnerstag bis Sonntag im italienischen Bosca Albergati bei Bologna zum europäischen Fankongress. In diversen Workshops werden sie dabei über die Probleme sprechen mit denen Fans zu kämpfen haben, sowie Lösungsmöglichkeiten diskutieren. Erstmals wird der Kongress zu großen Teilen live im Netz zu verfolgen sein. Neben regelmäßigen Twitter- und Facebook-Updates versprechen die Veranstalter, auch regelmäßig Videozusammenfassungen der Diskussionsrunden zu veröffentlichen.

Der Fankongress wird federführend vom europäischen Fannetzwerk Football Supporters Europe (FSE) organisiert und findet jedes Jahr in einem anderen Land statt. Dieses Jahr wird er gemeinsam mit UISP und dem TifoMagazin im Rahmen des weltweit größten anti-rassistischen Fußballfestivals veranstaltet, der Mondiali Antirazzisti, zu der wieder viele tausend TeilnehmerInnen aus aller Welt erwartet werden.

Daniela Wurbs, FSE-Sprecherin: „Dialog mit und internationale Vernetzung von Fans ist ein wichtiges Mittel um Konflikte im Fußball zu vermeiden und die Stimme der Fans zu stärken. Der 7. Europäische Fankongress in Italien soll zeigen, dass viele Fans in Europa in Solidarität miteinander für die gemeinsame Sache arbeiten. Es  soll aber auch ein Signal an die Fußballinstitutionen sein, dass wir als Fans viele Probleme im Fußball sehen, und gehört werden wollen – selbst unter schwierigsten Voraussetzungen. Wir wollen, dass man mit uns redet und nicht über uns.“

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Michel-Platinis Berater spricht seine Unterstützung aus

William Gaillard, Berater von UEFA Präsident Michel Platini spricht hierfür ebenfalls seine Unterstützung aus: “Fans sind das Lebenselixier des Fußballs und UEFA unterhält mit FSE einen fruchtbaren Dialog zu allen möglichen Themen, die Fans wichtig sind. FSE als unabhängige Fanorganisation ist mit seinen Mitgliedern eine große Bereicherung für den Fußball und leistet einen einmaligen und wertvollen Beitrag, damit Fananliegen, -Meinungen, -Beschwerden und Vorschläge die verantwortlichen Entscheidungsträger des „wunderbaren Spiels“ überhaupt erreichen und von diesen gehört werden.“

Einen Blick über den Tellerrand auf der Veranstaltung wird zudem Abdes Ouaddou bieten. Der französische Fußballer wird auf dem Kongress  seine Erfahrungen mit dem Kafala-System in Qatar schildern, auf Grund dessen er dort von seinem Verein festgehalten wurde und das Land nicht verlassen konnte.

Darüber hinaus wird mit James M. Dorsey, der international bekannteste Experte für Fußball und Fankultur im mittleren Osten vor Ort sein. Er wird gemeinsam mit Fans aus der Türkei und der Ukraine zur Rolle der Fans in sozialen Protestbewegungen in ihren Ländern diskutieren.