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„Es gilt wie immer bei Kontakt mit der Polizei: besser vermeidet ihn!“

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 02. Dezember 2015

Hausbesuche in der Vorweihnachtszeit sind nichts Ungewöhnliches. Die Polizei erwartet man aber in der Regel nicht vor der Tür. Nicht, dass die Beamten nun Spenden sammeln würden. Dennoch hatten zuletzt immer wieder Personen aus der Schalker Fanszene überraschenden Besuch. Hintergründe sind wohl die Vorfälle beim Heimspiel gegen den FC Bayern – obwohl dafür hauptsächlich Anhänger des Rekordmeisters und der VfL Bochum verantwortlich gemacht wurden. Die Schalker Fanhilfe mahnt zur Vorsicht.

Oft würden bei diesen Ermittlungen Unwahrheiten erzählt, warnt die Königsblaue Hilfe. Zutritt zur Wohnung sei den Beamten jedoch ausdrücklich auf Grundlage eines Durchsuchungsbefehls zu gewähren. Jeder, der einen solchen Hausbesuch erhalte, solle sich direkt bei der Königsblauen Hilfe melden.

Nachfolgend die Mitteilung der Königsblauen Hilfe im Wortlaut:

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In den vergangenen Tagen erreichten uns immer wieder Meldungen von Schalkern, die zu Hause Besuch von der Polizei erhalten haben, um Informationen über die Vorkommnisse vor dem Bayern-Spiel zu erhalten – unter dem Vorwand, die „bösen Bayern“ erwischen zu wollen. Immer wieder hören wir dabei auch, dass über Eltern, Verwandte und Freunde der Beschuldigten versucht wurde, an die Informationen zu kommen und dabei einige Unwahrheiten erzählt wurden.

Daher seid vorsichtig, warnt eure Lieben vor und achtet darauf, ob und wann die Polizei bei euch vor der Tür steht. Lasst euch davon nicht verrückt machen, wenn sie bei euren Verwandten Einladungen auf die Wache hinterlegen, geht bloß nicht hin. Ihr müsst die Staatsgewalt, auch wenn die Beamten anderes behaupten, nur dann ins Haus lassen, sofern sie einen Durchsuchungsbeschluss vorlegen. Erzählt das also auch euren Mitbewohnern, Freunden oder Freundinnen und Eltern. Ebenso müsst ihr ohne einen rechtskräftigen Beschluss keine erkennungsdienstliche Behandlung über euch ergehen lassen.

Ebenso hörten wir, dass darüber versucht wird, an Informationen zu gelangen, dass die Beschuldigten für „ihren Einsatz“ auf Facebook gelobt werden, weil „ihr die unschuldigen A-Fans beschützt habt“, um nachher doch die Fingerabdrücke abzunehmen.

Es gilt also wie immer beim Kontakt mit der Polizei: Besser vermeidet ihn, ansonsten sprecht nicht mit der Staatsgewalt!

Solltet ihr Polizeibesuch bekommen haben, oder ihn noch bekommen, meldet euch bitte direkt bei uns!