Anzeige

National

„Es gibt hier nichts zu feiern!“

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 02. März 2016
Quelle: imago

Nach dem Hin und Her um die Tickets für Fans des FC Hansa Rostock beim Spiel ihrer Mannschaft in Magdeburg am Samstag verkündet die Fanszene Rostock nun, an der ursprünglich geplanten Demonstration festhalten zu wollen. Die Ultras von Dynamo Dresden, die an diesem Tag ebenfalls in Magdeburg gegen verringerte Gästekontingente protestieren wollten, haben ihre Demo hingegen verschoben. 

„Im aktuellen Fall des Gastspiels unseres FC Hansa in Magdeburg ist kein Sonder- sondern der Normalfall eingetreten“, betont die Fanszene Rostock auf ihrer Homepage. „Eine annehmbare Zahl an Karten für den Gästebereich zu erhalten sollte einer Selbstverständlichkeit gleich kommen.“ Um diesen Standpunkt zu unterstreichen, ruft die Fanszene dazu auf, am Spieltag ab 11:45 in einem Demonstrationszug vom Bahnhof Herrenkrug zum Gästeblock zu marschieren.

Anzeige

Kritisch sehen die Hansafans insbesondere die Rolle des 1. FC Magdeburg, aber auch die anderer staatlichen Behörden: „Es muss ganz klar von fehlender Weitsicht, der Missachtung von Werten aber auch von den gewollten Nichteinhalten bestehender Regeln gesprochen werden“, heißt es von der Fanszene Rostock.

Nachdem zunächst Gerüchte aufgekommen waren, das Spiel in Magdeburg solle komplett ohne Gästefans ausgetragen werden, hieß es wenig später die Hansa-Fans würden 700 personalisierte Tickets erhalten. Damit wollten sich die Fans beider Vereine jedoch nicht abspeisen lassen und kündigten Proteste an. Daran wollen sie nun festhalten, auch wenn der 1. FC Magdeburg nach Gesprächen mit Behörden und Fanvertretern doch 2.000 Karten für die Rostocker zur Verfügung stellt.

Die Ultras von Dynamo Dresden hatten für diesen Tag ebenfalls eine Demonstration in Magdeburg angemeldet, weil sie fürchten, auch Dresdner Fans könnten beim Gastspiel von Dynamo in Magdeburg am 16. April von ähnlichen Maßnahmen betroffen sein. Nachdem der FCM mittlerweile zurückgerudert ist, sagten die SGD-Fans die Demo nun ab, betonen aber, „jederzeit und überall aufzutauchen, sollten derartige Maßnahmen wieder aufkommen. Ob mit angemeldeter Demo oder spontan und unangekündigt.“