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National

Erneutes Symbolverbot für Karlsbande Aachen

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 06. November 2014

Alemannia Aachen hat auf die anhaltende Kritik an seinem Umgang mit der Ultragruppe „Karlsbande“ reagiert und die Gruppe mit einem erneuten Symbolverbot für den Aachener Tivoli belegt.

„Das Mitführen, Aufhängen und Präsentieren von (bestehenden und neuen) Zaun-, Schwenk- und Blockfahnen, Bannern, Spruchbändern, Transparenten und Doppelhaltern mit Schriftzug oder Logo der „Karlsbande Ultras“ / „KBU“ ist auf dem Tivoli wieder verboten“, heißt auf der Webseite von Alemannia Aachen. Als Gründe nennt der Verein Fehlverhalten von Mitgliedern der Gruppierung während der Auswärtsspiele beim FC Wegberg-Beeck und bei Viktoria Köln.

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Ein bestehendes Symbolverbot gegen die Gruppierung, der immer wieder vorgeworfen wird, zumindest rechtsoffen zu sein, hatte der Verein erst kürzlich aufgehoben. Nachdem bekannt wurde, dass offenbar auch Aachener Fans an den Hooligan-Ausschreitungen in Köln beteiligt waren, kritisierte Aachens Polizeipräsident Dirk Weinspach diese Maßnahme als falsches Signal zur falschen Zeit. Auch dass der Verein ein Banner von Krefelder Fans mit der Aufschrift „Kein Bock auf Nazis“ nicht ins Stadion ließ, sorgte für öffentliche Kritik.

Bei diesem öffentlichen Druck kamen die erneuten Fehltritte von Mitgliedern der Karlsbande der Vereinsführung sicherlich nicht ungelegen. Beim Pokalspiel in Wegberg sollen sich unter anderem Mitglieder der „Karlsbande“ unerlaubt Zutritt zur Sitzplatztribüne verschafft haben. Im Anschluss an diesen Vorfall habe es zwischen der Fangruppierung und dem Verein ernste Gespräche gegeben, „die scheinbar ohne Erfolg waren“, wie es auf der Vereins-Homepage heißt. Kurz vor dem Ligaspiel bei Viktoria Köln am letzten Freitag seien dann im Umfeld der Karlsbande Rauchbomben im Gästeblock gezündet und auf das Spielfeld geworfen worden. „Die Alemannia kann dieses wiederholte Fehlverhalten nicht tolerieren und wird aus den genannten Gründen das Fahnenverbot durchsetzen“, heißt es weiter.

fn