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National

Erfordia Ultras wehren sich gegen BILD-Berichterstattung

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 18. August 2017
Quelle: imago

Derzeit fährt die BILD-Zeitung eine regelrechte Kampagne gegen die deutsche Ultraszene. In der Donnerstagsausgabe sowie in einer Video-Reportage berichtete ein angebliches Mitglied der Erfurter Ultraszene über sein Leben in der Fanszene. Die Erfordia Ultras stellen nun jedoch klar, dass von ihnen niemand mit der BILD gesprochen hat. 

Nachfolgend die Stellungnahme der Erfordia Ultras im Wortlaut: 

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Brennpunkt niederklassiger Journalismus. Hier spricht (dieses mal wirklich) ein Ultrà…

Mit Wohlwollen nehmen wir die aktuelle Hetzkampagne der Springerpresse in den letzten Wochen zur Kenntnis. Mit Wohlwollen deshalb, weil es aufzeigt, dass die Kurven es trotz Repressionen und Gängelungen immer wieder schaffen, Missstände der Verbände aufzuzeigen und Angst vorm Wertverlust des Produktes Fußballes, zu erzeugen. Vielmehr zeigt sich, dass die Springerpresse und ihre Ableger als Gehilfen der Obrigkeiten rund um DFB und DFL agieren und versuchen, eine ganze Bewegung zu diffamieren. Eine Bewegung, die in vielen Kurven weit mehr als 20 Jahre existiert. Eine Bewegung, die nicht zu Grunde geht an lächerlichen Schlagzeilen, halbgaren Drohungen und dem Verbreiten von Lügen. Mit Sorge hingegen beobachten wir den unkritischen Zeitgeist, welcher dieses Land gefangen hält. Ebenso die Abhängigkeit der Verbandsspitzen und Politik von niederster Propaganda. Wir appellieren an jeden, sich seine Meinung nicht anhand von kostenlosen Sonntagszeitungen, reißerischen Dokus im Frühstücksfernsehen oder Medien wie BILD/Express/Morgenpost zu bilden. Die Pressefreiheit in Deutschland ist ein Gut, welches es zu schützen gilt. Falsche Darstellungen, Lügen und Meinungsmache sollten wir jedoch mit stetiger Ablehnung entgegentreten und sie entlarven als das was sie sind; niederer Journalismus, der boykottiert werden muss.

Wir möchten hiermit betonen, dass alle aufrechten Ultras die Zusammenarbeit mit sämtlichen Ablegern der Springerpresse ablehnen und die Arbeitsweise der eingesetzten „Journalisten“ zutiefst verachten. Sämtliche „Enthüllungen“ und „Interviews“, welche angebliche Ansprechpartner aus „der Szene“ benennen, sind eine Lüge. Die Inhalte basieren ausschließlich auf Gerichtsakten, erfundenen Quellen und aus dem Zusammenhang gerissenen Äußerungen, die sich in jedem beliebigen deutschen Kurvenheft oder Szenemedium finden.

Kein Mitglied der Erfordia Ultras 1996 hat in der Vergangenheit, Gegenwart, oder wird in der Zukunft in irgendeiner Art und Weise exklusive Inhalte an die Damen und Herren in den Redaktionsräumen der Springerpresse liefern. Wir wehren uns gegen alle Behauptungen, welche gegen uns und unsere Kurve erhoben werden und sehen nicht tatenlos dabei zu, wie sich dieses Presseübel ausbreitet und versucht, Einfluss auf die Menschen zu nehmen.

Die Kurven lassen sich von Euch nicht spalten! Wir werden den Kampf gegen weltfremde Verbände und heuchlerische Medien annehmen und keinen Meter zurückweichen!

Der Fußball gehört den Fans!