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„Entweder will man der Erste sein oder nur einer unter vielen“

Autor: Lukas Schäfer Veröffentlicht: 10. April 2015
Quelle: imago

Harald Strutz, Präsident des 1. FSV Mainz 05, hält Tradition für nicht mehr zeitgemäß. Das Mitwirken von Investoren sei nicht mehr zu stoppen.

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In einem Interview mit Spox antwortete Strutz auf die Frage, wie schwer das Thema Investoren für den Traditionsverein sei : „Das hat mit der Tradition gar nichts zu tun. Der Ruf nach Tradition ist nicht mehr zeitgemäß. Ob man es will oder nicht, die Zeit der Romantik ist vorbei.“ Die Mitglieder und ihr Mitspracherecht seien natürlich das höchste Gut, aber wenn man sich den Herausforderungen der Zukunft stellen wolle und die Entwicklung dahingeht, dass das Mitwirken von Investoren nicht mehr zu stoppen sei, müsse man gesprächsbereit sein.

Auch für Mainz 05 könnte sich der Präsident einen Investor durchaus vorstellen: „Wir haben gar kein Problem damit, das offen anzugehen. Wenn ich heute ein Marketing-Unternehmen mit einer Perspektive, einer Geschichte und einem Entwicklungspotenzial hätte, würde ich einen Verein wie Mainz 05 immer nehmen. Das sage ich aus voller Überzeugung. Entweder will man der Erste sein oder nur einer unter vielen.“

Strutz vertritt die Meinung, Unternehmen schwimmen oft einfach im Strom der anderen mit, nur weil sie bei den besten Vereinen sind. Irgendwann sei jede Entwicklung vorüber. Bei Vereinen wie Freiburg, Augsburg oder Mainz sei sie es aber noch nicht.