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National

Enttäuschte Fortuna-Fans schlagen über die Stränge

Autor: Johannes Holzapfel Veröffentlicht: 18. August 2014
Quelle: imago

Beim Pokalkick in Würzbug lief für die Fortuna-Fans einfach alles schief. Pokal-Aus in der ersten Runde, nach dem Spiel kommt es zu kurzen tumultartigen Szenen und am Abend zuvor gab es laut Polizeiberichten mehrere Auseinandersetzungen mit Anhängern aus Nürnberg. Und jetzt: Die Medien sind mal wieder voll mit Berichten über das schlechte Spiel und die schlechten Fans. Fanzeit war vor Ort.

So schnell kann’s gehen. Nachdem Oli Reck als Trainer vorgestellt und Lorenz Günther Köstner freigestellt wurde, spürte man in Düsseldorf eine Art Zufriedenheit. Guter Fußball unter Reck als Interims-Coach ließ auf eine gute Saison hoffen. Nun hat man nach zwei Spielen nur zwei Punkte und verliert im Pokal gegen die Kickers aus Würzburg. Eine blamable Vorstellung der Mannschaft, was einige Fans zum Anlass nahmen über die Stränge zu schlagen.

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Am Abend zuvor kam es laut Medien– und Polizeiberichten zu mehreren Auseinandersetzungen, unter anderem wohl auch mit Nürnberg-Fans. Es soll auch Alkohol geklaut und ein Polizist verletzt worden sein. Wir erfuhren von einer Kellnerin am Sonntag, dass Stühle und Flaschen geworfen wurden.

Rückfahrt ohne Pause

Zu Beginn der Partie war noch alles in Ordnung im Fortuna-Block. Eine kleine Pyroshow zu Beginn, normaler Support, Sonnenschein und Schmidtgal-Führung. Kurz vor Abpfiff jedoch – das Spiel verlief für die circa 3.000 mitgereisten Fans mehr als schlecht – wurden zwei Trommelstöcke auf das Spielfeld geworfen. Einige wenige Fans kletterten nach Abpfiff über den Zaun, schmissen mit Fahnenstangen und zündeten einen Böller. Der Ordnungsdienst und die Polizei hatte aber alles schnell wieder im Griff. Die Mannschaft, die das Spiel verlor, kam nicht zum Zaun. Lediglich Axel Bellinghausen und Sergio Pinto redeten kurz mit den aufgebrachten Fans.

Auf der Rückfahrt stellte man verwundert fest, dass an der Ausfahrt zu Tankstellen und Raststätten – selbst weit weg von Würzburg – teils mehrere Polizeiwagen mit Blaulicht standen. Als wir die Polizei fragten, ob das noch wegen den Fortuna-Fans sei, wurde dies bejaht. Anscheinend durften die Düsseldorfer Fanbusse nicht an Tankstellen fahren. Nicht die freundlichste Vorgehensweise der Polizei, bedenkt man, dass die Fans mehrere Stunden in einem Bus sitzen und die Leute mal an die frische Luft, was zu Essen kaufen oder rauchen wollen. Kurz vor Düsseldorf sahen wir an einer Raststelle dann aber doch noch einen Düsseldorfer Fanbus. Die Anhänger – noch immer sichtlich enttäuscht – konnten endlich Verpflegung kaufen.