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National

Empfindliche Strafe für Energie Cottbus

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 06. Januar 2017
Quelle: imago

Das Sportgericht des Nordostdeutschen Fußballverbands (NOFV) hat den FC Energie Cottbus zu einer Geldstrafe in Höhe von 7.000 Euro verurteilt. Grund dafür sind Verfehlungen der Cottbuser Anhänger bei den Spielen gegen die zweite Mannschaft von Hertha BSC, SV Babelsberg 03 und Wacker Nordhausen.

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Ursprünglich siedelte der Verband die Strafe sogar im fünfstelligen Bereich an, reduzierte das Strafmaß jedoch unter Berücksichtigung der vom FC Energie getroffenen Sicherheitsmaßnahmen und bereits geleisteten Zusatzausgaben. Zudem teilte der NOFV mit, dass die Gerichtsbarkeit in diesen Fällen noch von einem Zuschauerausschluss bzw. „Geisterspiel“ absieht, stellte dies bei zukünftigen Vorfällen jedoch als mögliche Konsequenz in Aussicht. Maßgeblich für das Urteil waren neben dem wiederholten Zünden von Pyrotechnik vor allem die Vorkommnisse beim Spiel gegen den SV Babelsberg 03, als es von Teilen der Cottbuser Fans zu antisemitischen Ausfällen kam.

„Die Strafe ist für unseren Verein eine Katastrophe und für einen Regionalligisten kaum oder nur schwer zu stemmen“, so Präsident Michael Wahlich. „Wir wollen größtmöglichen sportlichen Erfolg und haben einen gemeinsamen Weg eingeschlagen. Dieser muss auch von allen Seiten und auf allen Ebenen gelebt werden. Dafür werden alle zur Verfügung stehenden Mittel benötigt. Wir haben schlichtweg kein Geld für solche Strafzahlungen und ein angedrohter Zuschauerausschluss oder gar ein Geisterspiel wären fatal.“

Der FC Energie appelliert daher an seine Fans in Zukunft keine pyrotechnischen Erzeugnisse oder andere nicht sportlichen Dinge bei Spielen des FC Energie Cottbus zuzulassen: „Es geht um Fußball.“