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National

Eintracht Frankfurt droht erneute DFB-Strafe

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 06. Juni 2016
Quelle: imago

Wegen diverser Vorkommnisse bei insgesamt acht Spielen in der Rückrunde der abgelaufenen Bundesliga-Saison berät der Kontrollausschuss des DFB morgen gemeinsam mit Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt über mögliche Konsequenzen. 

Wie die Frankfurter Neue Presse berichtet, handelt es sich dabei um eine Art Gütetermin: Kommen Verein und Verband zu keinem gemeinsamen Ergebnis, werden die Vorfälle vor dem DFB-Sportgericht verhandelt. Konkret geht es dabei wohl unter anderem um das wiederholte Abbrennen von Pyrotechnik während der Relegationsspiele gegen den 1. FC Nürnberg. Aber auch die Tatsache, dass sich Fans der Eintracht wiederholt über Auflagen des DFB hinweggesetzt haben, dürfte bei der Verhandlung ins Gewicht fallen.

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Denn nach den Vorfällen beim Derby gegen Darmstadt 98 im vergangenen Dezember hatte das DFB-Sportgericht Eintracht Frankfurt unter anderem mit einem Verbot jeglicher Choreografien bis zum Saisonende belegt. Die Eintracht-Fans umgingen dieses Verbot jedoch mehrfach, zuletzt beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund, als die Ultras Frankfurt eine kleine Choreo präsentierten. Und auch bei den Auswärtsspielen in Köln und Augsburg hatten die Frankfurter Fans gezeigt, dass sie von dem Choreo-Verbot des DFB herzlich wenig halten.

Auf fanzeit-Anfrage gab der Verband bereits im März bekannt, dass der DFB-Kontrollausschuss wegen Verstößen gegen die laufende sportgerichtliche Auflage Verfahren gegen den Eintracht Frankfurt eingeleitet habe. „Über die sportgerichtlichen Folgen aus diesen Verfahren wird der DFB-Kontrollausschuss zu gegebener Zeit entscheiden“, so der DFB damals.

Dieser Zeitpunkt scheint nun gekommen. Nach Informationen der Frankfurter Neue Presse rechnet der Verein mit einer Geldstrafe und wolle eine mögliche Blocksperre nicht akzeptieren. Ein Zuschauer-Teilausschluss auf Bewährung war im Dezember ebenfalls Teil des Darmstadt-Urteils. Der Ausschluss der Zuschauer würde also nur bei einem „schwerwiegenden Wiederholungsfall“ erfolgen. Als wie schwer der Verband die Vergehen der Eintracht-Fans in der Rückrunde einstuft, wird sich morgen zeigen.