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National

Einigkeit in Düsseldorf: Gewalt untereinander absolutes „No-Go!“

Autor: Robin Schwitzer Veröffentlicht: 13. Oktober 2014
Quelle: imago

Der Supporters Club Düsseldorf hat gestern zahlreiche Fanclubs der Fortuna zu einem „runden Tisch“ eingeladen. Thema war der Übergriff auf die Ultragruppe“Dissidenti“ von anderen Düsseldorfer Anhängern beim Auswärtsspiel in Darmstadt.

Alle anwesenden Fangruppen einigten sich darauf, dass Gewalt unter Fans in Zukunft ein absolutes „No-Go“ sei. Provokationen und Diffamierungen hätten in der Düsseldorfer Fanszene ebenfalls nicht zu suchen.

Mit dem Treffen habe man einen ersten Grundstein gelegt, dass sich Vorfälle wie in Darmstadt niemals wiederholen. Laut Supporters Club soll die Kommunikation innerhalb der Fanszene in Zukunft durch weitere, regelmäßige Treffen verbessert werden.

 

Nachfolgend die komplette Mitteilung des Supporters Club Düsseldorf:

Der nach den Vorfällen beim Auswärtsspiel in Darmstadt angekündigte Runde Tisch hat am Sonntagabend stattgefunden und die einzelnen Gruppierungen der Fanszene haben nach Einladung durch den SCD einen allerersten Grundstein dafür gelegt, dass sich solche Vorkommnisse nie wieder wiederholen.

 

Vertreter folgender Gruppen und Organisationen der Fanszene haben teilgenommen (alphabetisch sortiert): Alte Bande, Alte Garde, Arbeitskreis Fanarbeit, Block 160, Block 36, Bushwhackers Düsseldorf, Dissidenti Ultra, F95.Antirazzista, Hypers 2001, Ipswich-Fahrer, Lost Boyz Flingern, Niederrhein-Fortunen, Ongerod, Supporters Club Düsseldorf 2003 e.V., Ultras Düsseldorf, Unterste Schublade.

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Zwei Stunden lang wurde sich ausgetauscht und vor allem in die Zukunft statt in die Vergangenheit geschaut. Allen Teilnehmenden war die Frage wichtig, wie man die Zukunft so gestalten kann, dass niemand mehr mit Angst ins Stadion gehen muss und dass sich solche Vorfälle wie in Darmstadt nicht wiederholen.

 

Alle Beteiligten waren sich einig, dass Gewalt und Bedrohungen untereinander ein No-Go sind. Provokationen und Diffamierungen anderer sind zukünftig zu unterlassen. Ebenso stellt sich die Fanszene Düsseldorf als „Selbstverständnis“ gegen Rassismus und andere Diskriminierungsformen.

 

Der Runde Tisch war ein allererster Schritt, bei dem erstmalig die Fanszene in dieser breiten Besetzung zu einem Austausch gefunden hat. Die Runde war sich einig, dass Gespräche und Kommunikation der Schlüssel zu einem respektvollen Umgang miteinander sind. Aus diesem Grund sind für die Zukunft weitere Gesprächsrunden angedacht, bei denen auch noch weitere Gruppierungen berücksichtigt werden sollen, die in dieser ersten Runde nicht dabei sein konnten. Ferner ist zu überlegen, wie man auch strukturell dafür sorgen kann, Konflikte und Probleme zukünftig im Keim ersticken zu können.

 

Der SCD bedankt sich bei allen teilnehmenden Gruppen für ihre Teilnahme und auch für den in weiten Teilen sehr respektvollen und sachlichen Umgang miteinander. Es erklärt sich von selbst, dass die über Jahre andauernden Konflikte nicht von einem auf den anderen Tag geklärt werden können. Aber lasst uns als nächsten Schritt die Ergebnisse dieses Abends mit Leben füllen und in den Alltag umsetzen! Lasst uns mit diesem Abend den Grundstein dafür legen, dass wir in Zukunft alle wieder mit einem guten Gefühl zur Fortuna gehen können!

rs